Polizei in Yogyakarta deckt wirtschaftliches Motiv hinter Misshandlungen in der Kita Little Aresha auf

Die Polizei hat ein wirtschaftliches Motiv hinter der Misshandlung und Vernachlässigung von Kindern in der Kindertagesstätte Little Aresha in Yogyakarta aufgedeckt, wo die Betreiber zu viele Kinder ohne ausreichendes Betreuungspersonal aufnahmen. Gegen dreizehn Personen wurde Anklage erhoben. Der Gouverneur von DIY, Sri Sultan Hamengku Buwono X, hat die Schließung aller unlizenzierten Kindertagesstätten angeordnet.

Der Polizeichef von Yogyakarta, Kombes Pol Eva Guna Pandia, erklärte, dass die missbräuchlichen Praktiken in der Kita Little Aresha in Kemantren Umbulharjo durch wirtschaftliche Motive getrieben waren, um den Gewinn zu maximieren. "Ja, einschließlich wirtschaftlicher Motive, weil sie hinter den Einnahmen her waren. Je mehr Kinder, desto mehr Einnahmen erhalten sie", sagte Pandia während einer Pressekonferenz am 27. April 2026.

Eine Betreuungsperson musste bis zu 10 Babys gleichzeitig beaufsichtigen, was zu einer Überforderung bei grundlegenden Aufgaben wie Baden, Füttern und Wickeln führte. Die Kinder wurden festgebunden, um sie ruhigzustellen. Pandia bestätigte, dass die in den sozialen Medien kursierenden Fotos von gefesselten Kindern authentisch sind.

Es wurden dreizehn Verdächtige benannt, darunter DK als Stiftungsvorsitzender, AP als Schulleiter sowie 11 Betreuer: FN, NF, LIS, EN, SRM, DR, HP, JK, SRJ, DO und DM. Ihnen drohen Anklagen gemäß den Artikeln 76A i.V.m. 77, 76B i.V.m. 77B, 76C i.V.m. 80(1) des Gesetzes Nr. 35/2014 zum Schutz von Kindern sowie den Artikeln 20 und 21 des Gesetzes Nr. 1/2023 zum Strafgesetzbuch mit Strafen von bis zu acht Jahren Haft. Der Fall ist weiterhin Gegenstand von Ermittlungen.

Als Reaktion darauf ordnete der Gouverneur von DIY, Sri Sultan Hamengku Buwono X, die Schließung unlizenzierter Kindertagesstätten an, wie die Leiterin des DP3AP2 DIY, Erlina Hidayati Sumardi, am 29. April 2026 mitteilte. Die zuständigen Behörden sollen alle Kinderbetreuungseinrichtungen überprüfen, um ähnliche Gewaltvorfälle zu verhindern.

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