Kiai Ashari, Leiter des Pondok Pesantren Ndolo Kusumo im Regierungsbezirk Pati, Zentral-Java, soll verschwunden sein, nachdem er zum Tatverdächtigen im Fall des sexuellen Missbrauchs von Dutzenden Santriwati erklärt wurde. Dies folgt auf frühere Meldungen, wonach die Polizei den Verdächtigen inmitten öffentlicher Proteste in Gewahrsam genommen habe. Die Beamten fahnden nun nach ihm und haben für den 7. Mai 2026 eine zweite Vorladung ausgestellt.
Ashari wurde am 28. April 2026 aufgrund der mutmaßlichen Misshandlung von etwa 50 Santriwati in dem von ihm geleiteten Pesantren in Desa Tlogosari, Kecamatan Tlogowungu, offiziell als Tatverdächtiger eingestuft. Der Fall wurde erstmals 2024 gemeldet, wobei sich das Verfahren durch familiäre Mediationsversuche und den Widerruf von Aussagen einiger Zeugen verzögerte.
Die Polizei stellte am 4. Mai 2026 die erste Vorladung aus, der er jedoch nicht nachkam. Eine zweite Vorladung war für den 7. Mai 2026 angesetzt. Der stellvertretende Leiter der Kriminalpolizei beim Polres Kota Pati, Ajun Komisaris Polisi Iswantoro, teilte mit, dass der Verdächtige das Gebiet um Pati vermutlich verlassen habe und weder seine Familie noch seinen Rechtsbeistand kontaktiert habe.
Der Polizeichef von Pati, Kombes Pol Jaka Wahyudi, erklärte, dass die Beamten bei einem erneuten Nichterscheinen zur Vorladung eine zwangsweise Festnahme gemäß der Strafprozessordnung einleiten werden. Ein Polizeiteam sucht derzeit außerhalb von Zentral-Java nach ihm. Bisher hat nur ein Opfer offiziell Anzeige erstattet, während andere weiterhin als Zeuginnen geführt werden. Diese Entwicklungen folgen auf öffentliche Proteste am Pesantren am 5. Mai sowie auf Forderungen des Ministeriums für religiöse Angelegenheiten nach konsequentem juristischem Vorgehen.