Fünf männliche Schüler, die mindestens 10 Jus des Korans auswendig gelernt haben, haben Scheich Ahmad Al Misry bei der Bareskrim Polri wegen angeblicher gleichgeschlechtlicher sexueller Belästigung seit 2017 angezeigt. Der Fall, der 2021 intern beigelegt wurde, kam nach einem Interview mit Oki Setiana Dewi im Jahr 2025 erneut ans Licht, das anhaltendes Fehlverhalten offenlegte. Scheich Ahmad Al Misry hält sich derzeit in Ägypten auf, während die Ermittlungen fortgesetzt werden.
Der angebliche Fall von gleichgeschlechtlicher sexueller Belästigung durch Scheich Ahmad Al Misry, auch bekannt als SAM, begann 2017, als er in verschiedene Pesantren eingeladen wurde und mit Koranschülern interagierte. Im Jahr 2021 tauchten Zeugenaussagen der Opfer auf und der Fall wurde intern behandelt. Ustaz Abi Makki erklärte: „Er hat sich entschuldigt und es nicht wiederholt. Danach gab es keine weiteren Schritte.“
Im Jahr 2025 interviewte Oki Setiana Dewi ein Opfer in Ägypten und teilte Ustaz Abi Makki mit, dass „er sich noch nicht erholt hat“. Dies führte zur Sammlung neuer Beweise von fünf männlichen Opfern. Am 28. November 2025 wurde eine offizielle Anzeige bei der Bareskrim Polri unter der Nummer LP/B/586/XI/2025/SPKT/BARESKRIM POLRI erstattet; der Tatort liegt in Bogor.
Der Täter soll laut Ustaz Abi Makki Angebote für ein Studium in Ägypten oder im Nahen Osten sowie religiöse Rechtfertigungen wie „Selbst der Prophet tat dies mit Ali bin Abi Talib“ genutzt haben. Der Anwalt der Opfer, Achmad Cholidin, forderte die Ermittler nach einer Anhörung vor der Kommission III des DPR am 16. April 2026 auf, ihn als Beschuldigten zu führen.
Scheich Ahmad Al Misry befindet sich derzeit in Ägypten. Die Opfer berichten von Drohungen und Versuchen, ihnen Geld für die Einstellung des Verfahrens anzubieten. Anwalt Triyono Haryanto sagte, das DPR habe auf eine Inhaftierung gedrängt, um weitere Opfer und eine Flucht zu verhindern.