Die indonesische Generalstaatsanwaltschaft (Kejagung) hat Hery Susanto als Verdächtigen in einem Korruptionsfall um die Regulierung des Nickelbergbaus zwischen 2013 und 2025 benannt. Die Ermittler sind nun auf der Suche nach einer mysteriösen Person, die im Verdacht steht, ihm 1,5 Milliarden Rupiah an Schmiergeldern gezahlt zu haben. Der Ombudsman RI hat sich für den Vorfall entschuldigt und versichert, dass die Aufsichtsfunktionen im öffentlichen Dienst ohne Unterbrechung fortgesetzt werden.
Die indonesische Generalstaatsanwaltschaft hat am Donnerstag, den 16. April 2026, Hery Susanto, den Vorsitzenden des Ombudsman RI, offiziell als Verdächtigen benannt. Die Einstufung erfolgte, nachdem das Team der Sonderstaatsanwaltschaft für Korruptionsdelikte (Jampidsus) hinreichende Beweise für mutmaßliche Korruption bei der Handelsregulierung von Nickelbergbau in Südost-Sulawesi gesammelt hatte.
"Das Jampidsus-Ermittlungsteam hat Bruder HS als Verdächtigen im mutmaßlichen Korruptionsfall bei Aktivitäten zur Regulierung des Nickelbergbauhandels von 2013 bis 2025 eingestuft", sagte Syarief Sulaeman Nahdi, Ermittlungsleiter bei der Jampidsus Kejagung.
Der Fall hat seinen Ursprung in Problemen der Firma PT TSHI bei der Berechnung von nichtsteuerlichen Staatseinnahmen durch das Forstministerium. Das Unternehmen soll Hery Susanto, damals Kommissar des Ombudsman, eingeschaltet haben, um eine Empfehlung zur Änderung der Regierungspolitik auszugeben. Hery steht im Verdacht, dafür 1,5 Milliarden Rupiah erhalten zu haben, wodurch die ursprüngliche Politik des Ministeriums annulliert wurde.
Die Ermittler der Kejagung konzentrieren sich nun auf die Suche nach dem Geldgeber. "Wir suchen immer noch nach (dem Geldgeber)", sagte Nahdi am Freitag, den 17. April 2026. Gegen PT TSHI wird weiterhin ermittelt, das Unternehmen wurde jedoch noch nicht als Verdächtiger benannt.
Der Ombudsman RI gab eine Entschuldigung per Pressemitteilung heraus. "Die Führung des Ombudsman RI für 2026-2031 entschuldigt sich für das öffentliche Ärgernis und bedauert diesen Vorfall", hieß es. Die Institution bekräftigte ihren Respekt vor dem rechtlichen Prozess und erklärte, dass die Aufsichtsfunktionen für den öffentlichen Dienst wie gewohnt fortgeführt werden.