Finanzminister Purbaya Yudhi Sadewa kündigte am 4. Mai 2026 die Entlassung von zwei Beamten des Finanzministeriums an, nachdem gegen fünf Mitarbeiter wegen Unregelmäßigkeiten bei der Verwaltung von Steuerrückerstattungen ermittelt worden war. Der Schritt reagiert auf Diskrepanzen bei den Rückerstattungsauszahlungen im Geschäftsjahr 2025. Purbaya führte zudem neue Regeln für geordnetere Rückerstattungsprozesse ein.
Im Finanzministerium in Jakarta erklärte Purbaya Yudhi Sadewa am Montag, dem 4. Mai 2026, dass er fünf Beamte untersucht habe, die die höchsten Beträge an Steuerrückerstattungen ausgezahlt hatten. "Ich habe fünf Beamte untersucht, die die meisten Rückerstattungen veranlasst haben. Heute werde ich zwei von ihnen entlassen", erklärte er.
Die Untersuchung war das Ergebnis von Mitarbeiterberichten über niedrige Rückerstattungswerte, die bis zum Ende des Geschäftsjahres 2025 sprunghaft angestiegen waren. "Das ist es, was wir korrigieren werden. Keine Falschinformationen mehr", so Purbaya. Er hofft, dass die Entlassungen den Beamten als Warnung dienen, Anweisungen präzise auszuführen und Betrug zu vermeiden.
Purbaya kündigte die Finanzministerverordnung Nummer 28 aus dem Jahr 2026 an, die die Schwelle für beschleunigte Umsatzsteuerrückerstattungen (PPN) für berechtigte steuerpflichtige Unternehmer (Pengusaha Kena Pajak) von 5 Milliarden Rp auf 1 Milliarde Rp senkt. "Wir wollen es lediglich kontrollieren, damit Rückerstattungen geordneter ablaufen", sagte er.
Die Prozesse zur Steuerrückerstattung unterliegen derzeit einer investigativen Prüfung durch die Badan Pengawasan Keuangan dan Pembangunan (BPKP) für den Zeitraum 2016-2025. Purbaya wies auf Lecks bei der PPN-Rückerstattung in Höhe von 25 Billionen Rp in der Kohleindustrie hin und versprach entschlossenes Vorgehen gegen alle festgestellten Abweichungen. Die Prüfungsergebnisse stehen noch aus; weitere Abstimmungen mit dem Leiter der BPKP, Muhammad Yusuf Ateh, sind geplant.