Die indonesische Antikorruptionskommission (KPK) hat den Regenten von Tulungagung, Gatut Sunu Wibowo, und seinen Mitarbeiter Dwi Yoga Ambal nach einer verdeckten Operation als Tatverdächtige in einem Fall von mutmaßlicher Korruption und Erpressung im Regierungsbezirk Tulungagung, Ost-Java, benannt. Der stellvertretende KPK-Vollzugsleiter Asep Guntur Rahayu erklärte, die Benennung basiere auf ausreichenden Beweisen. Die Verdächtigen sind vom 11. bis 30. April 2026 inhaftiert.
Jakarta, 12. April 2026 – Die indonesische Antikorruptionskommission (KPK) hat den Regenten von Tulungagung, Gatut Sunu Wibowo (GSW), und seinen Mitarbeiter Dwi Yoga Ambal (YOG) offiziell als Tatverdächtige in einem Korruptions- und Erpressungsfall benannt. Die Anklage folgte auf eine verdeckte Operation (OTT) im Regierungsbezirk Tulungagung, Ost-Java.
Der stellvertretende KPK-Vollzugsleiter Asep Guntur Rahayu erklärte, GSW habe mutmaßlich 2,7 Milliarden Rupiah durch die Erpressung lokaler Beamter erhalten. GSW forderte bis zu 5 Milliarden Rupiah von 16 regionalen Dienststellen (OPD) in Beträgen zwischen 15 Millionen und 2,8 Milliarden Rupiah, wobei er Kündigungsschreiben einsetzte, um Untergebene zu kontrollieren.
Bei der verdeckten Operation wurden 335,4 Millionen Rupiah in bar, vier Paar Louis Vuitton-Schuhe im Wert von 129 Millionen Rupiah sowie elektronische Beweismittel sichergestellt. Die Verdächtigen befinden sich für die ersten 20 Tage im Haftzentrum der KPK-Niederlassung Gedung Merah Putih in Untersuchungshaft.
In einer orangen KPK-Häftlingsweste gekleidet, sagte Gatut Sunu Wibowo am frühen Sonntagmorgen kurz „Mohon maaf“, zu Deutsch „Ich entschuldige mich“, während er abgeführt wurde, wobei er Fragen der Medien ignorierte. Sie werden gemäß Artikel 12 Buchstabe e oder 12B des Gesetzes Nr. 31/1999, geändert durch das Gesetz 20/2001, sowie Artikel 20 Buchstabe c des Gesetzes Nr. 1/2023 angeklagt.