Der chilenische Journalist Abraham Santibáñez Martínez ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Bekannt für seine Laufbahn im interpretativen Journalismus, erhielt er 2015 die höchste Auszeichnung des Berufsstandes.
Santibáñez arbeitete unter anderem für die Revista Ercilla, die Revista Hoy und das Diario La Nación, bei dem er von 1990 bis 1994 als Direktor tätig war. Er setzte sich für die Meinungsfreiheit ein und gehörte 1978 der Kommission der Vicaría de la Solidaridad an, welche die Öfen von Lonquén während der Diktatur untersuchte. Er lehrte an der Universität von Chile, der Päpstlichen Katholischen Universität und der Universidad Diego Portales, wo er am Aufbau der journalistischen Fakultät mitwirkte. Von 2008 bis 2010 war er Vorsitzender des Colegio de Periodistas. Er erhielt 1994 den Alejandro-Silva-de-la-Fuente-Preis und wurde 2009 in die Academia Chilena de la Lengua aufgenommen. Er verstarb am 15. Juni 2026.