Ein rein männlicher Buchclub fördert das Lesen von Belletristik unter Männern

Eine Gruppe von Vorstadtvätern hat einen rein männlichen Buchclub gegründet, der sich in einem britischen Pub trifft, um Romane zu besprechen und Trends des rückläufigen Lesens bei Männern entgegenzuwirken. Begonnen letztes Jahr mit drei Mitgliedern, zählt der Club nun sieben passionierte Leser, die vielfältige Fiktionsauswahlen teilen. Die Initiative unterstreicht, wie solche Gruppen soziale Lesegewohnheiten fördern können, inmitten von Statistiken, die zeigen, dass nur 27,7 Prozent der Männer jährlich mindestens ein Belletristikbuch lesen.

Der Buchclub begann letztes Jahr, als der Organisator, ein Belletristikautor und Dozent für kreatives Schreiben, zwei Nachbarn, Michael und Jake, einlud, Lev Grossmans The Bright Sword bei Pints in einem lokalen Pub zu besprechen. Was als vorsichtiges Treffen von dreien begann, wuchs auf sieben Mitglieder – Freunde und Nachbarn, die engagierte Väter mit anspruchsvollen Jobs in Bereichen wie Bankwesen, Vertrieb und Börsenhandel sind. Sie treffen sich etwa einmal im Monat dienstagsabends, passen Zeitpläne an Arbeit und Familienverpflichtungen an, um über Bücher zu sprechen, die von Genresfiktion bis zu Klassikern reichen.  nnÜber das vergangene Jahr hat die Gruppe Titel wie Andy Weirs Project Hail Mary, Michael Crichtons Pirate Latitudes, Mick Herrons Slow Horses, Donna Tartts The Secret History, RF Kuangs Babel, Chuck Palahniuks Haunted und eine Sammlung von Märchen der Gebrüder Grimm, herausgegeben von Philip Pullman, besprochen. Sie lasen auch Jonathan Rosens Sachbuch The Best Minds. Die Diskussionen dauern ein bis zwei Stunden, konzentrieren sich auf Überraschungen, Humor, Emotionen, Schreibstil und Enden, wobei die Mitglieder die Bücher auf einer Skala von 1 bis 5 bewerten. Nicht jede Auswahl trifft auf Gegenliebe – Babel wurde für die Behandlung kolonialer Themen kritisiert und Haunted stieß bei einigen auf Abscheu –, aber die Austausche bleiben anregend.  nnDieses Engagement reagiert auf eine Studie der National Endowment for the Arts aus dem Jahr 2025, die ergab, dass 27,7 Prozent der Männer mindestens ein Belletristikbuch lesen, verglichen mit 46,9 Prozent der Frauen, inmitten eines allgemeinen Rückgangs des Lesens in den USA. Artikel in Medien wie The New York Times haben Gründe erforscht, wie Vorlieben für praktische Sachbücher oder eine feminisierte Verlagswelt. Der Organisator weist jedoch darauf hin, dass Datenanalysen, einschließlich solcher von Vox, andeuten, dass der Geschlechterabstand seit einem Jahrzehnt stabil ist. Während laut Publishers Weekly 88 Prozent der privaten Buchclubs nur für Frauen sind, umfassen öffentliche Bibliotheksgruppen oft Männer. Die Clubmitglieder, die privat Genres wie Star-Trek-Romanadaptionen und Werke von James Baldwin lesen, schätzen den sozialen Austausch, ohne dass es wie Schule oder Therapie wirkt.  nnDer Organisator beobachtet eine Tendenz zu abenteuerthematisierten Büchern, die Kindheitsträume wie Spione oder Astronauten wecken. Er rät, ähnliche Clubs einfach zu starten: einen ruhigen Ort wählen, über Bücher aus Vorschlägen abstimmen, für gleichen Beitrag sorgen und flexibel bleiben. Geplant ist ein Gruppenausflug zur Filmadaption von Project Hail Mary. Solche Gruppen, so der Organisator, normalisieren das Lesen bei Männern und stärken die Gemeinschaft, auch wenn nicht alle Eingeladenen wegen Zeitmangels beitreten.

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