Sam Leith spricht über neues Buch zur Kindheitslektüre

Der Literaturjournalist Sam Leith sprach in einem Interview in seinem Haus im Norden Londons über sein neuestes Buch The Haunted Wood: A History of Childhood Reading. Er reflektierte über die Entwicklung des Journalismus, seinen privilegierten Einstieg in den Beruf und Bedenken hinsichtlich moderner Ablenkungen von der Lektüre. Leith gab auch Ratschläge für angehende Journalisten inmitten der Herausforderungen der Branche.

Sam Leith, Literaturredakteur des Spectator, Bestsellerautor und Moderator des Buchclub-Podcasts des Magazins, hat ein neues Taschenbuch mit dem Titel The Haunted Wood: A History of Childhood Reading veröffentlicht. Das Buch verfolgt die Kinderliteratur vom Altertum bis Harry Potter und dient teilweise als Elegie auf die bleibende Wirkung des frühen Lesens. Leith verglich Kindheitsbücher mit der Musik, die man als Teenager hört, und merkte an, dass das Wiederlesen als Erwachsener Elemente wie ‚rassistischen oder misogynen‘ Inhalt offenbart, die Kinder übersehen könnten. Er beschrieb das Erlebnis als anders wirkend für Erwachsene, das Einsichten für das Kind und das erwachsene Ich bietet. Leith stieg vor über 30 Jahren in den Journalismus ein, beeinflusst von einer familiären Tradition in dem Beruf, die er als ‚irgendwie im Blut‘ bezeichnete. Seine Karriere begann 1992 mit einer Gap-Year-Stelle beim Literary Review, die er durch einen Brief an den Chefredakteur Auberon Waugh erhielt, der ihm eine unbezahlte Position als ‚Bürojunge‘ anbot. Das brachte ihn in Berührung mit einer schwindenden Ära des Journalismus mit langen, alkoholreichen Mittagessen, großzügigen Spesen – wie dem Flug von Rennpferden über den Atlantik – und Bezahlungen in Claret. Leith, ein in Oxford gebildeter Old Etonian, räumte sein Privileg ein und erinnerte sich an die Arbeit seines Großvaters für Peter McKay, die ihm wahrscheinlich den Start erleichterte. Er stellte fest, dass solche Wege enger geworden sind, mit schrumpfenden Regionalzeitungen und hohen Londoner Hauspreisen, die denen aus wohlhabenden Verhältnissen wie ‚Tarquins und Jemimas‘ zugutekommen. Bei der Diskussion kindlicher Perspektiven kontrastierte Leith romantische und puritanische Ansichten und verband moderne Ängste vor sozialen Medien und Smartphones mit historischen Moralpaniken, wie denen um das Fernsehen oder den Fall Jamie Bulger in den 1990er Jahren. Als Vater von drei Kindern bemerkte er, dass seine Kinder aufgrund geringerer Langeweile weniger lesen, äußerte aber Sorge über aufmerksamkeitsausbeutende digitale Inhalte wie TikTok, die er als aggressiver unterhaltsam als Bücher ansieht. Leith riet jungen Journalisten barsch: ‚Tut es nicht‘, und wies auf ein ‚düsteres Bild‘ in der Branche hin. Er kritisierte KI als ätzend und sagte: ‚Ich hasse KI irgendwie und alles daran‘, weil sie kreative Arbeit stiehlt. Trotz Debatten über Geisteswissenschaften verteidigte Leith seine Ausbildung in englischer Literatur an der Uni als unbezahlbar, da sie Werkzeuge für Kritik und persönliche Entwicklung bietet.

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