Essay fordert Schriftsteller auf, in Zeiten der Furcht auszuharren

In einem reflektierenden Beitrag auf Literary Hub ringt eine Dozentin für narrative Medizin und Autorin von spekulativer Fiktion mit den Herausforderungen, weiterzuschreiben inmitten von Gewalt gegen Künstler und Heiler in Amerika. Unter Berufung auf historische und literarische Figuren betont der Essay die Rolle des Geschichtenerzählens bei Heilung und Widerstand. Er zitiert Toni Morrison, um zu argumentieren, dass Künstler gerade in Zeiten der Angst und Unsicherheit arbeiten müssen.

Der Essay mit dem Titel 'How Do We Keep Writing When They are Killing Poets?' wurde am 24. Februar 2026 auf Literary Hub veröffentlicht. Die Autorin, die als Ärztin ausgebildet ist und narrative Medizin unterrichtet, äußert persönliche Ängste angesichts jüngster Ereignisse, einschließlich der Tötung von Dichtern und Heilern auf amerikanischen Straßen. Sie beschreibt, wie sie sich vornahm, dem Nachrichtenzyklus zu entkommen, es aber nicht schaffte, was zu ständiger Angst und Entsetzen führt.  nnIn ihren Kursen sagt sie den Studierenden, dass ihre Arbeit an der 'Schnittstelle von Stethoskop und Feder' die Welt verändern kann, und zitiert Schriftsteller wie Galeano, Cortázar, Allende und Rushdie als gefährlich für Diktatoren. Aktuelle Gewalt macht diese Lektionen jedoch theoretisch. Die Autorin fragt sich, wie man inmitten raschen Chaos schreiben soll, und empfindet es als egoistisch, nach Metaphern oder Handlungen zu suchen, wenn andere Leben verloren gehen.  nnZitiert aus einem Essay von Toni Morrison von 2015, erinnert der Text an die Mahnung einer Freundin: 'Nein! Nein, nein, nein! Genau jetzt ist die Zeit, in der Künstler arbeiten – nicht wenn alles gut ist, sondern in Zeiten der Furcht. Das ist unser Job!' Morrison forderte auf, Verzweiflung abzulehnen, zu sprechen, zu schreiben und Sprache einzusetzen, um Zivilisationen zu heilen. Die Autorin erweitert dies, um schädliche Narrative zu kontern, wie den Slogan 'make America great again', den sie als gewalttätige Geschichte sieht, die Gewalt gegen Marginalisierte ermöglicht.  nnUnter Verweis auf den Film 'Field of Dreams' von 1989 mit Kevin Costner kritisiert der Essay Nostalgie, die vielfältige Identitäten für eine singularisierte Vergangenheit zerstört. Stattdessen plädiert er für das Vorstellen neuer Zukünfte und zitiert Morrison aus 'The Source of Self-Regard': 'träume ein bisschen, bevor du denkst.' Er bezieht sich auch auf Arundhati Roys 'The Pandemic is a Portal', das andeutet, die COVID-19-Ära sei eine Probe für aktuelle Kämpfe, und auf Walidah Imarishas Ansicht, dass Organisieren Science-Fiction ist, die Imaginationen befreit, um den Status quo herauszufordern.  nnDie Autorin, die bengalisch inspirierte spekulative Fiktion schreibt wie die Kiranmala-Serie ('The Serpent’s Secret') und die 'Fire Queen'-Serie, fordert Schriftsteller auf, Geschichten als Werkzeuge für Wahrheit und Gemeinschaft zu nutzen. Unter Berufung auf Ursula K. Le Guin über Worte, die zu Wahrheit und Freiheit führen, und Nancy Mairs über geteilte Erfahrungen, die einen Chor bilden, ruft der Essay zur radikalen Imagination auf, um eine bessere Welt zu säen, selbst in Zeiten der Furcht.

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