Real-Madrid-Verteidiger Antonio Rüdiger hat sich gegen seinen Ruf als Hitzkopf gewehrt und betont, dass seine Intensität der Schlüssel zu seinem Erfolg ist. Der 33-Jährige räumte zwar Momente ein, in denen er eine Grenze überschritten hat, hob aber seine Disziplin im Laufe der Jahre hervor. Rüdiger äußerte sich vor wichtigen Vereinsspielen und der Weltmeisterschaft mit Deutschland.
Antonio Rüdiger, eine zentrale Figur bei Real Madrid und in der deutschen Nationalmannschaft, äußerte sich in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zur Kritik an seinem Spielstil. Er räumte ein, dass er gelegentlich die Beherrschung verloren habe, darunter eine Sperre von sechs Spielen für sein Verhalten während der Niederlage im Finale der Copa del Rey gegen den FC Barcelona in der vergangenen Saison sowie ein kürzliches hartes Einsteigen gegen Getafes Diego Rico. 'Wenn man als Nationalspieler so sehr kritisiert wird, bringt einen das zum Nachdenken', sagte Rüdiger. 'Ich weiß selbst, dass ich Momente hatte, in denen ich eindeutig eine Grenze überschritten habe.' Er fügte hinzu, dass solches Feedback ihn motiviere, fokussiert zu bleiben und Stabilität auf dem Platz zu bieten, da er sich seiner Verantwortung als Führungsspieler bewusst sei. Trotzdem verteidigte Rüdiger seine aggressive Herangehensweise als essenziell für seine Karriere. 'Ein harter Verteidiger zu sein, liegt in meiner DNA', erklärte er. 'Genau diese Härte hat mich zu Real Madrid gebracht.' Er merkte an, dass er ohne diese Eigenschaft die Champions League nicht zweimal gewonnen oder zahlreiche Länderspiele für Deutschland absolviert hätte. Rüdiger verwies auf seine Bilanz als Beweis für seine Disziplin: In neun Jahren habe er keine Rote Karte erhalten – die letzte stammte aus dem Jahr 2017 bei der AS Rom – und er kassiere zuletzt etwa fünf Gelbe Karten pro Ligasaison. Nachdem er verletzungsbedingte Probleme seit August 2024 überwunden hat, ist er nun wieder voll einsatzfähig und absolvierte sowohl beide Spiele des Champions-League-Achtelfinalsiegs von Real Madrid gegen Manchester City als auch den jüngsten La-Liga-Sieg gegen Atletico Madrid über die volle Distanz. 'Ich bin wieder bei 100 Prozent', sagte er. Mit Blick auf die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko, bei der Deutschland in der Gruppe E auf Curacao, Ecuador und die Elfenbeinküste trifft, forderte Rüdiger eine stärkere mentale Härte. 'Wir müssen so schwer zu bespielen sein, dass der Gegner gar keine Lust hat, aus dem Tunnel zu kommen', appellierte er.