Nach der 0:1-Niederlage von Real Madrid gegen Getafe hat der Getafe-Verteidiger Diego Rico den Real-Spieler Antonio Rüdiger beschuldigt, ihn absichtlich mit dem Knie ins Gesicht getroffen zu haben. Der Vorfall ereignete sich in der ersten Halbzeit, als Rico am Boden lag. Rico äußerte sich kritisch in einem Interview.
Im La Liga-Spiel zwischen Real Madrid und FC Getafe am Wochenende unterlag Real Madrid mit 0:1. In der Mitte der ersten Halbzeit geriet Getafe-Linksverteidiger Diego Rico in einen Zweikampf mit Real-Mittelfeldspieler Arda Güler und fiel zu Boden. Die Szene wurde vom Schiedsrichter nicht abgepfiffen. Real-Verteidiger Antonio Rüdiger, 33 Jahre alt und deutscher Nationalspieler, versuchte, zum Ball zu gelangen, verlor jedoch das Gleichgewicht und traf Rico mit seinem linken Knie ins Gesicht.
Weder der Schiedsrichter noch der Videoschiedsrichter (VAR) griffen ein. Rico musste medizinisch behandelt werden, konnte das Spiel jedoch beenden. In einem Interview mit dem spanischen Radiosender Cope warf Rico Rüdiger vor, die Aktion absichtlich ausgeführt zu haben. „Kein anderer Profi würde mit solcher Boshaftigkeit auf einen am Boden liegenden Spieler losgehen und ihn mit dem Knie so brutal treffen, wenn der Ball gar nicht in diesem Bereich war“, sagte Rico. Er erwähnte zudem, dass er zuvor mit Rüdiger nach einem Gerangel Worte gewechselt hatte. „Wäre es andersherum gewesen, wäre ich für zehn Spiele gesperrt worden oder hätte in dieser Saison gar nicht gespielt.“
Rüdigers Saison bei Real Madrid ist von Verletzungen geprägt; der EM-Teilnehmer von 2024 hat bisher nur neun Ligaeinsätze absolviert. Bundestrainer Julian Nagelsmann äußerte sich in einem Interview mit dem Kicker-Magazin unsicher über eine Nominierung Rüdigers für die Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko.