Armee tötet Koordinator für Erpressungen bei Dissidenten in Huila

Die Nationalarmee hat José Alfredo Quiñones Ordóñez, alias „El Negro José“, den Finanzchef der Front „Hernando González Acosta“ von Dissidenten in La Plata, Huila, getötet. Bei derselben Operation nahmen sie seine Komplizin alias „Estefany“ fest und retteten einen Minderjährigen. Der Vorfall löste Vergeltungsangriffe in der Gegend aus.

Die Nationalarmee hat José Alfredo Quiñones Ordóñez, alias „El Negro José“, am Freitagabend im ländlichen Gebiet Santa Marta in La Plata, Huila, getötet. Quiñones war der Finanzchef der Front „Hernando González Acosta“, die von alias „Bleiner García“ geführt wird und Teil des Zentralblocks „Isaías Pardo“ unter alias „Iván Mordisco“ ist. Er wählte Erpressungsziele aus, legte Beträge fest, koordinierte die Vorladung von Opfern und überwachte das Eintreiben von Geldern, so Oberst Oscar Cárdenas, amtierender Kommandeur der Polizei von Huila.

Bei dem gemeinsamen Einsatz mit der Polizei wurde die 20-jährige alias „Estefany“ gefasst, die für das Eintreiben von Erpressungsgeldern und die pseudopolitische Rolle der Gruppe verantwortlich war. Sie retteten zudem einen illegal rekrutierten Minderjährigen. Zu den beschlagnahmten Gegenständen gehörten zwei 9-mm-Pistolen, Munition, ein Laptop, USB-Sticks, ein Mobiltelefon, 650.000 Pesos, Erpressungsquittungen sowie Materialien für gefälschte Ausweise.

General César Augusto Suárez, Kommandeur der Neunten Brigade, erklärte, die Neutralisierung bringe Sicherheit und Ruhe für die Anwohner, da die Erpressungen gestoppt würden. Er verurteilte den Einsatz von modifizierter, tödlicherer Munition als Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht.

Nach dem Vorfall reagierte die Dissidentenfront mit einem Anschlag mit geringer Sprengkraft auf ein Umspannwerk in Quimbo und dem Verbrennen eines Sattelzugs in Puerto Seco, der mit „Farc EP“ markiert war. Die Polizei ermittelt.

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