Auto Avaliar hat mit Stellantis als Mehrheitsanteilseigner die Plattform MAQ360 für den Handel mit gebrauchten Baumaschinen in Brasilien gestartet. Der Markt, der auf bis zu 30 Milliarden R$ geschätzt wird, ist nach wie vor fragmentiert und kaum digitalisiert. Der Schritt zielt darauf ab, den Erfolg der Automobilplattform des Unternehmens zu wiederholen.
Auto Avaliar hat MAQ360 eingeführt, eine digitale Plattform für den An- und Verkauf von gebrauchten und neuwertigen Baumaschinen wie Baggern, Ladern und Baggerladern. Stellantis, der Automobilkonzern hinter Marken wie Fiat, Jeep, Peugeot, Citroën, Alfa Romeo und Maserati, fungiert als Mehrheitsanteilseigner. Das in über 130 Ländern tätige Unternehmen mit einem Marktwert von etwa 20 Milliarden US-Dollar (104,7 Milliarden R$) hält 32,5 % des brasilianischen Automobilmarktes, gewährleistet jedoch das unabhängige Management von Auto Avaliar, um Konflikte mit Kunden von Konkurrenzmarken zu vermeiden. Das Unternehmen vergleicht den Baumaschinensektor mit dem Gebrauchtwagenmarkt Anfang der 2000er Jahre: fragmentiert, mit geringer Digitalisierung und ohne Referenzpreise. Die Automobilplattform des Unternehmens hat im letzten Jahrzehnt 1,7 Millionen Transaktionen ermöglicht und zielt nun auf Ausrüstung für den Hoch- und Tiefbau, den Bergbau und die Infrastruktur ab. Jonathan Pedro Butzke, Leiter des Maschinengeschäfts bei Auto Avaliar, verwies auf das Expansionspotenzial in Lateinamerika, wo 60 % der regionalen Transaktionen in Brasilien stattfinden. Zu den zukünftigen Funktionen gehören Preisanalysetools, Marktdaten und Kreditlösungen. „Im Gegensatz zum Automobilmarkt verfügt der Maschinenmarkt über kein zentrales Registrierungssystem. Sobald sie das Werk verlassen, geht die Historie der Geräte oft verloren. Wir schätzen, dass eine Maschine über 20 Jahre hinweg vier- oder fünfmal den Besitzer wechseln kann, was es schwierig macht, Herkunft, Wartungshistorie oder sogar Unfälle nachzuvollziehen“, erklärte Butzke.