Ein Autopsiebericht zum Tod des Grenzschutzbeamten (Border Security Force, BSF) Jaswinder Singh, der letzten Monat im Gewahrsam des Narcotics Control Bureau (NCB) verstarb, hat 34 Verletzungen an seinem Körper offenbart. Von diesen waren 24 Wunden zum Zeitpunkt des Todes etwa 2 bis 4 Tage alt, während neun innerhalb der letzten 24 Stunden vor dem Tod zugefügt wurden. Die Untersuchung fand im Civil Hospital in Amritsar statt.
Der 30-jährige Grenzschutzbeamte Jaswinder Singh, der sich von seinem Posten in Tripura im Urlaub befand, wurde am 3. März in der Stadt Miran Sahib in Jammu festgenommen, als er auf dem Weg in sein Dorf Diwangarh nahe der pakistanischen Grenze war. Die NCB-Einheit in Jammu nahm ihn aufgrund von Vorwürfen wegen Verbindungen zu pakistanischen Drogenschmugglern fest. Während des Verhörs habe er laut Angaben der Behörde Informationen über in der Gegend von Patti im Distrikt Tarn Taran in Punjab versteckte Betäubungsmittel preisgegeben.
Singh starb am 20. März. In einer Erklärung vom 23. März teilte das NCB mit, er sei am 19. März für weitere Ermittlungen nach Amritsar gebracht worden, habe über Brustschmerzen geklagt und sei in ein Privatkrankenhaus eingeliefert worden, wo er zwei Herzvorfälle erlitt, bevor er am nächsten Morgen verstarb.
Die Autopsie im Civil Hospital in Amritsar dokumentierte stumpfe Gewalteinwirkung von Kopf bis Fuß, mit massiven bläulich-violetten Hämatomen an den Flanken und im Gesäßbereich, darunter ein 27,5 cm mal 17,5 cm großer Fleck an der linken Gesäßhälfte. Die schwerste Verletzung war eine großflächige Blutansammlung unter der Kopfhaut auf der linken Kopfseite, begleitet von einer Hirnschwellung, punktförmigen inneren Blutungen, einem 16,5 cm großen Hämatom an der rechten Lunge, einer Prellung der linken Niere sowie Blutungen der Magenwand.
Singh's Mutter und Ehefrau werfen den Behörden vor, er sei fälschlicherweise in einen Fall aus dem Jahr 2024 verwickelt und im Gewahrsam gefoltert worden. Der Menschenrechtsaktivist Sarbjit Singh Verka erklärte, der 16-seitige Bericht belege systematische Misshandlungen, wobei die Verletzungen auf wiederholte Schläge mit Stöcken oder Ruten hindeuten.