Bier nicht mehr das größte bei Carlsberg – Fokus auf Softdrinks

Erstmals in der 178-jährigen Geschichte von Carlsberg macht Bier weniger als die Hälfte des Umsatzes aus. Der Verkauf von Softdrinks, Cider und anderen Getränken steigt stattdessen und macht nun einen größeren Anteil am Einkommen des Unternehmens aus. Dieser Wandel ist Teil eines globalen Trends, bei dem Bierverkäufe sinken.

Der Alkoholkonsum nimmt in der Gesellschaft ab, und das zeigt sich beim dänischen Brauerei Carlsberg. Laut Dagens Industri hat das Unternehmen einen historischen Wandel festgestellt: Bier macht nun 49 Prozent des Umsatzes aus, während Softdrinks, Cider und andere Getränke die Spitzenposition einnehmen.

Dies ist ein globaler Trend. In großen Märkten wie den USA und Deutschland schrumpft der Bierverkauf jährlich um 6-7 Prozent. Jacob Aarup-Andersen, der 2023 das Amt des CEO übernommen hat, leitet den Übergang zu einem allgemeinen Getränkeunternehmen. Der Fokus liegt nun auf Softdrinks, Cider, Energy-Drinks, alkoholfreiem Bier und Ready-to-Drink-Cocktails.

Im letzten Jahr erwarb Carlsberg den britischen Softdrink-Hersteller Britvic für 53 Milliarden Kronen, was den Softdrink-Umsatz des Unternehmens von 16 auf 30 Prozent steigerte. Aarup-Andersen betont das Wachstum in neuen Kategorien: «Wir werden nicht auf unseren Hintern sitzen und um Marktanteile in einem schrumpfenden Markt kämpfen. All mein Fokus liegt heute darauf, in neuen Kategorien im Getränkemarkt zu wachsen, wo es zugrunde liegendes Wachstum gibt. Es ist die größte Veränderung in der Geschichte von Carlsberg, aber es ist absolut der richtige Weg.»

Trotz des Rückgangs, der oft mit gesteigertem Gesundheitsbewusstsein erklärt wird, bleibt Carlsberg ein Bierunternehmen. Aarup-Andersen hofft auf eine Erholung: «Diese strukturelle Veränderung leugnen wir nicht. Aber ich bin überzeugt, dass die schwache wirtschaftliche Lage ebenfalls eine Rolle spielt. Die scharfen Preiserhöhungen bei Lebensmitteln auf fast der ganzen Welt haben die Menschen dazu gebracht, bei nicht absolut notwendigen Dingen wie Bier zu sparen.»

Diese Website verwendet Cookies

Wir verwenden Cookies für Analysen, um unsere Website zu verbessern. Lesen Sie unsere Datenschutzrichtlinie für weitere Informationen.
Ablehnen