Der Haushalts- und Finanzausschuss der Abgeordnetenkammer hat Alberto 'Bertie' Benegas Lynch als Präsidenten ratifiziert, während La Libertad Avanza den Prozess für den Haushalt 2026 beschleunigt. Die Regierungspartei plant, den Bericht dienstags vorzulegen und mittwochs in den Plenarsaal zu bringen, trotz Forderungen der Opposition nach finanziellen Kompensationen. Verhandlungen halten an inmitten von Spannungen zwischen verbündeten Blöcken und der Opposition.
Der Haushalts- und Finanzausschuss der Abgeordnetenkammer hat Alberto 'Bertie' Benegas Lynch am Montag als seinen Präsidenten bestätigt, nominiert von Carlos Zapata aus Salta. Diese Ratifizierung markiert den Beginn einer entscheidenden Woche für die Regierungspartei La Libertad Avanza, die ein beschleunigtes Verfahren für den Haushalt 2026 anstrebt. Der Plan sieht vor, den Mehrheitsbericht dienstags mittags zu erlangen und ihn mittwochs im Plenum zu debattieren, so Regierungsquellen.
Allerdings halten Verhandlungen mit dialogbereiten Blöcken die Lage in der Schwebe. Die Opposition fordert finanzielle Kompensationen für ihre Distrikte im Tausch gegen die 28 Unterschriften, die nötig sind, um den Minderheitsbericht von Unión por la Patria zu überstimmen. Die PRO fordert die Rückgabe der Copartizipationsfonds für die Stadt Buenos Aires und eine gerechtere Verteilung der Mineralölsteuer, mit dem Argument, dass Mittel für lokale Infrastruktur benötigt werden angesichts reduzierter nationaler öffentlicher Bauvorhaben. Derweil suchen der Radikalismus aus Mendoza und andere provinzielle Sektoren Garantien für internationale Kredite.
Innenminister Diego Santilli hat sich im Kongress positioniert, um Beziehungen zu Gouverneuren und verbündeten Blöcken zu stärken. Spannungen entstanden bei der Besprechung: Germán Martínez von Unión por la Patria wünschte Benegas Lynch Glück, kritisierte aber, dass José Luis Espert 'die Latte sehr niedrig gelegt' habe. Zudem warf Maximiliano Ferraro von Unidos der Regierung 'Willkür' vor, weil ihr Interblock ausgeschlossen wurde, was Silvana Giudici von LLA konterte und auf Gesundheitsprobleme von Juan Schiaretti hinwies.
Der Ausschuss tagt dienstags erneut, zusammen mit einer gemeinsamen Sitzung mit dem Strafrechtsausschuss, um das Gesetz zur Fiskalischen Unschuld und das Gesetz zum Nationalen Engagement für Fiskalische Stabilität voranzutreiben, das sogar unter Verbündeten Reibungen verursacht. Die Regierung bleibt optimistisch und glaubt, dass kein Block den politischen Preis zahlen will, die Administration zum dritten Mal in Folge ohne Haushalt zu lassen.