Ein Busfahrer in Stockholm sagte der Polizei, er habe sich kurz vor dem tödlichen Unfall am 14. November normal gefühlt, bei dem drei Frauen starben und mehrere verletzt wurden. Die Unfalluntersuchungsbehörde hat festgestellt, dass ein medizinischer Anfall den Unfall verursachte, da der Fahrer das Bewusstsein verlor. Der Fahrer wurde zunächst festgenommen, später aber ohne Verdacht auf Vorsatz freigelassen.
Am 14. November kurz nach 15 Uhr fuhr ein SL-Bus direkt in eine Bushaltestelle in der Nähe des KTH Royal Institute of Technology in Östermalm, Stockholm. Drei Frauen im Alter von 55–65 Jahren starben, mehrere Personen wurden bei dem heftigen Aufprall auf der Valhallavägen verletzt.
Der Busfahrer, der fünf Tage am Stück gearbeitet und seine Schicht gegen Mittag begonnen hatte, hatte gerade Passagiere abgesetzt und wollte den Bus für eine Essenspause parken. In einem Polizeiverhör, das TV4 Nyheterna erhalten hat, beschrieb er seine letzten Erinnerungen: „Ich fühlte mich normal. Ich war mir voll bewusst, dass ich Leute absetzen, herumfahren und dann den Bus für eine Pause parken würde.“ Er sagte, er habe sich nicht müde gefühlt.
Dann wurde alles schwarz für ihn. Seine nächste Erinnerung war nach dem Unfall: „Ich weiß nicht, was passiert ist, da war ein Pfahl vor mir.“ Es dauerte eine Weile, bis er realisierte, dass er im Bus und im Dienst war. Die Polizei versuchte, die Türen zu öffnen, was er selbst nicht schaffte.
Die Unfalluntersuchungsbehörde stellte Anfang Dezember fest, dass ein medizinischer Anfall den Unfall verursachte und der Fahrer bewusstlos war. Bus-Überwachungskameras zeigen ihn bewusstlos. Der Fahrer wurde zunächst wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung festgenommen, doch der Staatsanwalt sah keinen Vorsatzverdacht und ließ ihn frei.
Als die Polizei nach seiner Krankengeschichte fragte, sagte der Fahrer, er sei vor zwei bis drei Jahren beim Arzt gewesen, aber „sie haben nichts gefunden“. Weitere Details zu seiner Gesundheit sind in der Untersuchung nicht hervorgegangen.