Ein Doppeldeckerbus prallte am 14. November 2025 in einem Bushäuschen auf der Valhallavägen in Stockholm ab, tötete drei Frauen und verletzte mehrere andere. Der Unfall ereignete sich kurz nach 15 Uhr am Freitag. Die Polizei hat die Identitäten der Opfer bestätigt und vorsätzliche Handlungen ausgeschlossen.
Am 14. November 2025, kurz nach 15:20 Uhr, fuhr ein blauer Doppeldecker-SL-Bus, der die Linie von Östra Station nach Vaxholm bedient, auf den Gehweg auf der Valhallavägen im Stockholmer Bezirk Östermalm. Der Bus fuhr etwa 40 Meter auf dem Gehweg, rammte zwei Bushäuschen, mehrere Bäume und schließlich einen Pfahl, bevor er stoppte. Sechs Personen wurden getroffen, darunter drei Frauen, die starben. Die Verstorbenen waren 55, 65 und 65 Jahre alt. Zwei der Frauen waren Mitte 60, ihre Angehörigen in Schweden benachrichtigt, während die Angehörigen der dritten Frau in einem anderen europäischen Land gesucht wurden.
Eine der Verstorbenen hatte viele Jahre in der Verwaltung und Finanzen bei der schwedischen Staatsanwaltschaft gearbeitet. «Sie war eine sehr beliebte Kollegin,» sagt Karin Rosander vom Pressedienst. «Sie half oft anderen bei Finanzen und Verwaltung, Dingen, die viele von uns schwierig finden. Sie hatte unglaubliche Geduld.» Die Behörde bietet Krisenhilfe für das Personal an, informiert am Sonntag und Montag. Eine andere Frau war Pflegehelferin am Karolinska Universitätskrankenhaus. «Unsere Gedanken sind bei Angehörigen und Kollegen. Es ist ein Tag der Trauer am Karolinska,» sagt Krankenhausdirektor Christophe Pedroletti. Das Krankenhaus hat Unterstützungsmaßnahmen eingerichtet, einschließlich ruhiger Räume und Gespräche mit Seelsorgern.
Unter den Verletzten ist der 78-jährige Sören Jansson, der am Bushäuschen auf den Bus wartete. Er wurde herausgeschleudert und erlitt einen Bruch im linken Bein sowie eine große Wunde, die am Karolinska operiert wurde. «Ich dachte, das war’s, so endet das Leben,» erzählt er vom Krankenbett aus. Zwei Personen bleiben im Krankenhaus in stabilem Zustand. Der Busfahrer wurde zunächst verdächtigt, den Tod eines anderen und Körperverletzung verursacht zu haben, aber am Samstag freigelassen. Die Polizei geht von einem medizinischen Vorfall aus, ohne Hinweise auf Absicht. Die Untersuchung geht mit Vernehmungen und technischen Prüfungen weiter, so Staatsanwältin Carolina Frohm.
Am Gedenkort wächst ein Meer aus Lichtern und Blumen. Darya Mirbaz, die eine der Verstorbenen als ehemalige Kollegin kannte, legte eine Blume nieder. «Es klingt wie ein Klischee, aber sie war wirklich der netteste Mensch der Welt. Sie hatte Freude am Leben und half immer jedem.» Sören Jansson kritisiert das Design des Östermalm-Busterminals, das er aufgrund hektischen Verkehrs für unsicher hält.