Capcom hat den YouTuber GrizzoUK kontaktiert und ihn aufgefordert, Videos zu entfernen, die nicht jugendfreie Mods seiner Charaktere enthalten, darunter auch solche aus Resident-Evil-Spielen. Die Rechtsabteilung des Unternehmens verwies in einer E-Mail auf Verstöße gegen die Nutzungsbedingungen. GrizzoUK veröffentlichte den Schriftverkehr und stellte in Frage, warum ähnliche Inhalte anderer Modder weiterhin online verfügbar sind.
Das Rechtsteam von Capcom schrieb GrizzoUK per E-Mail, dass die Erstellung „nicht jugendfreier“ Mods auf Basis seiner Charaktere die geistigen Eigentumsrechte des Unternehmens verletze. Die E-Mail, die GrizzoUK zusammen mit einem erklärenden Video veröffentlichte, forderte respektvoll die Entfernung der gemeldeten Videos, nicht nur zu Resident Evil, sondern auch zu Inhalten anderer Studios wie Stellar Blade. GrizzoUK reagierte mit der Frage, warum zahlreiche andere Modder nicht mit ähnlichen Forderungen konfrontiert wurden, wobei sein Video jedoch auch abfällige Bemerkungen über trans Menschen und Menschen mit AIDS enthielt. YouTube löschte den Kanal von GrizzoUK kurzzeitig, bevor er wiederhergestellt wurde – ein Vorgang, der laut GrizzoUK zu einem deutlichen Rückgang seiner Aufrufzahlen führte. Die Nutzungsbedingungen von Capcom verbieten Handlungen, die geistige Eigentumsrechte verletzen, wie etwa die Modifizierung der Software, auch wenn sie NSFW-Inhalte nicht explizit verbieten. Im Jahr 2023 erklärte der Capcom-Programmierer Taro Yahagi: „Es gibt eine Reihe von Mods, die gegen die öffentliche Ordnung und Moral verstoßen. Wenn diese verbreitet werden, wird das Image des Produkts getrübt und die Marke beeinträchtigt. Außerdem können diese anstößigen Mods für offizielle Implementierungen gehalten werden und zu Reputationsschäden führen.“ Capcom hat bereits in der Vergangenheit Bedenken geäußert, dass Mods, insbesondere solche, die sich auf das Gameplay oder Speicherdaten auswirken, den Ruf des Unternehmens schädigen könnten.