Capcom hat das Enigma-Protector-DRM aus der PC-Version des Resident Evil 4 Remakes auf Steam entfernt, nur 28 Tage nachdem es hinzugefügt wurde. Der Wechsel folgte Berichten über Leistungsprobleme, die Frameraten und CPU-Auslastung beeinträchtigten. Das Spiel listet nun kein DRM mehr auf seiner Steam-Seite.
Anfang Februar, genauer gesagt am 3. Februar, hat Capcom das 2023er Resident Evil 4 Remake auf Steam aktualisiert und das bestehende Denuvo-DRM durch Enigma Protector ersetzt. Dieser Wechsel, der ohne vorherige Ankündigung erfolgte, führte schnell zu Spielerbeschwerden über verschlechterte Leistung. Nutzer berichteten von spürbaren Einbrüchen bei den Frameraten, insbesondere während intensiver Action-Sequenzen. Test des YouTubers ItalicMaze, der ein Mod nutzte, um auf die vorherige Version zurückzukehren, zeigte deutliche FPS-Reduktionen mit aktiviertem Enigma. Die Analyse von Digital Foundry bestätigte diese Befunde und notierte in einigen Szenarien etwa 20 Prozent geringere Leistung sowie eine deutliche Reduktion des CPU-Durchsatzes im Vergleich zur Denuvo-Version. Diese Probleme führten zu einem Anstieg negativer Steam-Rezensionen, obwohl das Spiel insgesamt eine starke Nutzerbewertung von 95 Prozent hat. Auf die Kritik reagiert hat Capcom am 3. März ein weiteres Update veröffentlicht, das Enigma Protector vollständig entfernte. Laut SteamDB-Änderungsprotokollen läuft das Spiel nun ohne jegliches gelistetes Drittanbieter-DRM auf seiner Steam-Seite. Kotaku hat Capcom um Bestätigung des Entfernens und ob DRM zurückkehren könnte, kontaktiert. Dieser Vorfall erinnert an einen früheren Fall mit Resident Evil Village, das 2021 erschien. Dieses Spiel enthielt zunächst Denuvo, das im April 2023 ohne Ersatz entfernt wurde, nachdem Berichte auftraten, wonach piratierte Versionen aufgrund des Fehlens von DRM besser performten. Enigma Protector wurde in einigen älteren Steam-Titeln von Capcom eingesetzt, wie Resident Evil 5 und Capcom Arcade Stadium, neuere große Releases setzten jedoch auf Denuvo.