Die argentinische Regierung hat Mittel für eine Fälligkeit von 4,2 Milliarden US-Dollar am 9. Juli zu einem durchschnittlichen Zinssatz von 6,7 % beschafft.
Wirtschaftsminister Luis Caputo wählte alternative Wege anstelle einer Emission an den internationalen Märkten. Laut Daten der Zentralbank hält das Finanzministerium bereits rund 3,6 Milliarden US-Dollar an Einlagen, was etwa 85 % der Zahlung deckt.
Der Rest wird aus lokalen Dollar-Anlagen, Käufen der Zentralbank und multilateraler Finanzierung stammen. Am Montag kündigte das Land an, bis zu 5 Milliarden US-Dollar mit Unterstützung von Institutionen wie der Weltbank und der Interamerikanischen Entwicklungsbank zu geschätzten Kosten von 6,5 % aufnehmen zu wollen.
Analysten von Balanz Capital und PPI gaben an, dass diese Strategie im Vergleich zu einer Emission an der Wall Street etwa 200 Basispunkte einsparte. Das Länderrisiko liegt nach jüngsten Verbesserungen der Bonitätsbewertung derzeit bei rund 430 Basispunkten.