Die katholischen Bischöfe in Kenia haben die Beleidigungen zwischen Präsident William Ruto und Oppositionsführern scharf verurteilt und die Politiker aufgefordert, in der Öffentlichkeit nicht so hart zu sprechen. Die Erklärung erfolgte anlässlich der Amtseinführung von Bischof Joseph Mwongela als Bischof der Diözese Machakos.
Die katholischen Bischöfe in Kenia haben die anhaltenden Beleidigungen zwischen Präsident William Ruto und Oppositionsführern verurteilt. Der Vorsitzende der Kenianischen Katholischen Bischofskonferenz (KCCB), Erzbischof Maurice Muhatia Makumba, äußerte sich gestern anlässlich der offiziellen Amtseinführung von Bischof Joseph Mwongela als Bischof der Diözese Machakos nach dem Rücktritt von Bischof Norman King'oo Wambua zu diesem Thema. An der Veranstaltung in Machakos nahm auch der päpstliche Nuntius in Kenia, Erzbischof Hubertus Matheus van Megen, teil, der ankündigte, dass Bischof Mwongela bis zur Ernennung eines neuen Bischofs weiterhin als Administrator der Diözese Kitui fungieren werde. Erzbischof Muhatia erklärte, dass die öffentlichen Beleidigungen die Würde der Führungspersönlichkeiten untergraben und die Bürgerinnen und Bürger nicht respektieren. "Ihr beleidigt euch gegenseitig öffentlich vor dem Volk; ihr respektiert nicht nur euch selbst, sondern auch die Bürger. Das ist die Botschaft, die ihr uns sendet", sagte er. Er fügte hinzu, dass solche Äußerungen der Jugend und den Kindern schaden, die ihre Führer beobachten und ein schlechtes Beispiel geben. Die Gouverneurin des Bezirks Machakos, Wavinya Ndeti, forderte die Staats- und Regierungschefs auf, Respekt zu zeigen, um Nachahmung durch die Jugend und nationale Unruhen zu verhindern. Sie betonte den Schutz der nationalen Einheit. Der harte Schlagabtausch zwischen Ruto und der Opposition unter der Führung von Rigathi Gachagua von der Democracy for the Citizens Party dominierte die Diskussionen.