Präsident William Ruto hat seine viertägige Besuchsreise in der Region Gusii mit der Einweihung mehrerer Entwicklungsprojekte beendet, um seine Unterstützung im Vorfeld der Wahlen 2027 zu stärken. Die Initiativen zielen darauf ab, dem Einfluss des ehemaligen Innenministers Fred Matiang’i in dem Gebiet entgegenzuwirken. Ruto erklärte, er werde auf politische Gegner lieber mit Entwicklungsprojekten als mit Beleidigungen reagieren.
Präsident Ruto besuchte die Bezirke Kisii und Nyamira und weihte Projekte ein, darunter Straßen, Märkte und Studentenwohnheime. In Kisii legte er den Grundstein für Studentenunterkünfte am Nyamache Medical Training College, den modernen Markt von Mogonga sowie 22 weitere Märkte mit Kosten von 2,5 Milliarden Shilling. Zudem gab er den Startschuss für die Straße Bobaracho-Tingá, die zur Gianchore-Zuckerfabrik führt. In Nyamira weihte er den Bau der 61 Kilometer langen Eronge-Kebuse-Omonyenya-Straße ein, die bereits zu 58 Prozent fertiggestellt ist, sowie die Straßen Keumbu-Kiendeke und Chabera-Nyamusi-Nyamaiya. Er legte den Grundstein für Studentenunterkünfte an der Nyamira University im Wert von 300 Millionen Shilling, wobei die Regierung insgesamt 500 Millionen Shilling für den Bau der Universität bereitgestellt hat. Weitere Projekte umfassen die Renovierung des Gusii-Stadions für eine Milliarde Shilling und die Modernisierung des Nyamira County Hospital für ebenfalls eine Milliarde Shilling. „Ich werde mich im Vorfeld der Wahlen nicht auf Schlammschlachten einlassen, und sollte meine Opposition diesen Weg wählen, werde ich mit Entwicklungsprojekten antworten“, sagte Präsident Ruto mit Blick auf Fred Matiang’i und den ehemaligen stellvertretenden Präsidenten Rigathi Gachagua. Der politische Analyst Dismas Mokua erklärte, dass es schwierig sein werde, Rutos Einfluss in der Region entgegenzuwirken, sollten diese Projekte tatsächlich umgesetzt werden. Die lokalen Führungskräfte bleiben in ihrer Unterstützung zwischen Ruto und Matiang’i gespalten.