Während der maoistische Aufstand in Indien abebbt, stehen Tausende aus Chhattisgarh vertriebene Adivasi in Telangana und Andhra Pradesh vor einer ungewissen Zukunft. Sie haben sich vor 15 bis 20 Jahren in den Grenzwäldern niedergelassen und betreiben auf großen Flächen sogenannten Podu-Feldbau, sehen sich nun jedoch mit staatlichen Landrückgewinnungsmaßnahmen konfrontiert. Die Nationale Kommission für registrierte Stämme hat Rückkehroptionen oder Bleiberechte empfohlen.
Tausende Adivasi flohen vor 15 bis 20 Jahren aus den von Konflikten gezeichneten Gebieten in Chhattisgarh in die Grenzbezirke von Telangana und Andhra Pradesh, um dem Kreuzfeuer zwischen Sicherheitskräften und den Guerillakämpfern der Kommunistischen Partei Indiens (Maoisten) zu entkommen. Umfragen der lokalen Nichtregierungsorganisationen Agriculture and Social Development Society und Sitara identifizieren mindestens 270 Siedlungen für Binnenvertriebene in beiden Bundesstaaten, in denen über 32.000 Menschen leben, allein 147 davon im Distrikt Bhadradri Kothagudem in Telangana.
Diese Migranten betreiben den sogenannten Podu-Feldbau, bei dem sie laut dem Aktivisten Shaik Haneef von Sitara geschätzte 70.000 Hektar Waldfläche für die Landwirtschaft roden. Forstbehörden in beiden Bundesstaaten haben regelmäßig versucht, das Fällen von Bäumen zu stoppen, Land zurückzugewinnen und die Menschen zur Rückkehr nach Chhattisgarh zu bewegen, doch viele leisten angesichts der Angst vor früheren Konflikten Widerstand.
In einer Sitzung am 19. Januar 2026 in Neu-Delhi unter dem Vorsitz des NCST-Mitglieds Antar Singh Arya prüfte die Kommission die Räumungsversuche. Sie riet der Regierung von Chhattisgarh, zurückkehrenden Adivasi mindestens fünf Hektar Ackerland, Wohnraum, Arbeitsplätze, Gesundheitsversorgung und Infrastruktur anzubieten. Für diejenigen, die bleiben möchten, wurden Rechte gemäß Abschnitt 3(1)(m) des Waldrechtsgesetzes von 2006 sowie eine gemeinsame Untersuchung durch die drei Bundesstaaten unter der Leitung des Innenministeriums vorgeschlagen.
Vukey Suresh, der sich vor einem Jahrzehnt in Ramanakkapeta niedergelassen hat, sagte: „Ich fühle mich hier wohler“, obwohl er für Land in Grenznähe offen wäre. Madvi Deva plant, nun da der Aufstand beendet ist, mit seiner Familie zurückzukehren, während Ravva Madaiah aufgrund der Sicherheit lieber bleiben möchte. Viele drücken ihre Verbundenheit mit ihrem bewirtschafteten Land aus, ungeachtet der Friedensberichte aus ihrer Heimat.