Karnatakas Haushalt für 2026 erwähnt erneut das vorgeschlagene Navali-Ausgleichsreservoir zur Bewältigung der Schlammprobleme im Tungabhadra-Stausee. Chefminister Siddaramaiah hob Konsultationen mit Nachbarstaaten hervor, doch es wurden keine konkreten Schritte zur Vorantreibung des Projekts unternommen. Landwirte äußern Frustration über wiederholte Erwähnungen ohne Taten.
Am 6. März legte Chefminister Siddaramaiah den Haushalt des Bundesstaates Karnataka in der gesetzgebenden Versammlung vor, in dem er Maßnahmen zur Bekämpfung der sinkenden Speicherkapazität des Tungabhadra-Stausees erörterte. Verursacht durch jahrzehntelange Schlammaufschüttung hat der Stausee bei Hosapete im Distrikt Vijayanagara erhebliches Volumen verloren; Schätzungen gehen von über 30 tausend Millionen Kubikfuß (tmcft) angesammeltem Schlamm aus. Die Haushaltsrede wiederholte den Vorschlag für ein Ausgleichsreservoir nahe dem Dorf Navali im Distrikt Koppal als eine Alternative. Siddaramaiah erklärte, die Bemühungen würden intensiviert, um ein geeignetes Schema in Absprache mit Andhra Pradesh und Telangana sowie mit Genehmigung des Tungabhadra Boards umzusetzen. Dieses Gremium, das Vertreter der drei Staaten umfasst und von einem vom Bund ernannten Leiter geführt wird, beaufsichtigt das interstaatliche Tungabhadra-System, einen Zufluss des Krishna-Flusses. Landwirte in den Distrikten Raichur, Koppal, Ballari und Vijayanagara, die für die Bewässerung auf den Stausee angewiesen sind, fordern seit Langem Lösungen wie Ausbaggerungen oder zusätzliche Speicher. Die Entschlammung des großen Stausees gilt jedoch als technisch schwierig und teuer, sodass das Navali-Projekt eine potenzielle langfristige Lösung darstellt. Trotz Erwähnungen in mehreren Haushalten über die Jahre fehlen dem Projekt spezifische Mittel oder Zeitpläne; es bleibt weitgehend auf dem Papier. Chamarasa Malipatil, ein Landwirteführer aus Raichur, kritisierte das Muster: „Seit mehreren Jahren wiederholen die Regierungen in ihren Haushaltsreden die Ankündigung zum Bau des Navali-Ausgleichsreservoirs. Aber auf dem Boden hat sich nichts bewegt. Die Volksvertreter der Region sollten sich darüber parteiübergreifend schämen. Sie nutzen das Thema nur für Wahlerfolge.“ Frühere Kongress- und BJP-Regierungen hatten detaillierte Projektberichte erstellt, doch der Fortschritt kam durch zwischenstaatliche Komplexitäten zum Stillstand.