In einem Gastbeitrag in Le Monde warnt Arnaud Idelon, Lehrer und Musikprogrammierer, vor den zunehmenden Schließungen festlicher und alternativer Szenen in Paris vor den Kommunalwahlen 2026. Er bedauert den Mangel an Räumen, in denen künstlerische Schöpfung sich regenerieren kann, inmitten von Managementproblemen, Schulden und Immobilienprojekten.
Arnaud Idelon äußert in einem Gastbeitrag in Le Monde Bedenken hinsichtlich der Zukunft der künstlerischen Schöpfung in Paris. Nach prósperen Jahren beobachtet er eine Reihe von Schließungen kultureller Einrichtungen, die sich gerade Wochen vor den Kommunalwahlen 2026 häufen. Die Bar-Konzertstätte L’International im 11. Arrondissement schloss im April 2025 aufgrund von Managementproblemen und dem Scheitern, eine Subvention zu erhalten. Im Dezember 2025 wurde der kollektive Wohnraum Fawa im 19. Arrondissement aus ähnlichen Gründen, einschließlich hoher Schulden für Sicherheitsaufrüstungen in einem Gebäude der Stadt Paris, gerichtlich liquidiert. Seine Performanzprogramme, einschließlich Drag- und Techno-Veranstaltungen unter dem peripheren Boulevard, sind nun gefährdet. Weitere Schließungen sind für Juni geplant. La Flèche d’Or im 20. Arrondissement, ein zentraler Knotenpunkt für queere Szenen sowie feministische und antirasistische Kämpfe, schließt für Renovierungen, wobei ihr Betreiberkollektiv Inter-Co mit Konkurrenz anderer potenzieller Betreiber konfrontiert ist. In der Nähe in Bagnolet, Seine-Saint-Denis, wird Le Sample diesen Monat den Betrieb einstellen, was 90 ansässige Künstler und 35.000 jährliche Besucher betrifft. Diese Einrichtung, die Party, Performance, Poesie und Cabaret verbindet, räumt Platz für ein Immobilienprojekt, dessen Bau im Sommer beginnt. Im Herbst wird La Station-Gare des Mines im 18. Arrondissement an der Porte d’Aubervilliers ihren Standort räumen, der zehn Jahre besetzt war, aufgrund eines großen Bauprojekts. Es gibt noch kein Umzugsangebot, was Ängste vor einer Unterbrechung der Aktivitäten schürt. Idelon fordert Paris auf, Räume zu erhalten, die der Vermuseifizierung widerstehen, und Stätten kultureller Erfindungskraft zu verteidigen, um die künstlerische Vitalität der Hauptstadt zu bewahren.