Die Pariser Bildungsbehörde plant für das kommende Jahr aufgrund des demografischen Rückgangs den Abbau von 203 Lehrerstellen an öffentlichen Schulen und 70 an privaten Vertragsschulen. Gewerkschaften rufen für Dienstag zu einem Streik zur Verteidigung des öffentlichen Bildungswesens auf. Besonders betroffen sind katholische Privatschulen mit staatlichem Vertrag.
Die Pariser Bildungsbehörde hat die Streichung von 203 Lehrerstellen an öffentlichen Schulen und 70 Stellen an privaten Vertragsschulen für das kommende Schuljahr angekündigt. Diese Entscheidung ist auf den demografischen Rückgang zurückzuführen, der vor allem den öffentlichen Sektor trifft.
Lehrergewerkschaften reagierten darauf mit einem Streikaufruf für Dienstag, um „die öffentlichen Schulen zu verteidigen“. Sie kritisieren die Klassenschließungen als eine Maßnahme, die das Bildungsangebot in Paris verringere.
Jean-François Canteneur, Leiter des zuständigen Diözesanbüros, hinterfragt die Auswirkungen auf die katholischen privaten Vertragsschulen, die 70 Stellen verlieren werden. „Erzeugen wir bewusst einen Mangel an Pariser Privatschulen? Wenn ja, sollten wir uns später nicht darüber beklagen, wenn diese vermehrt privilegierte Familien anziehen, und ihnen Elitismus vorwerfen“, erklärte er. Er hatte gehofft, dass der demografische Rückgang die Wartelisten verkürzen und zu einer diverseren Schülerschaft in den privaten Einrichtungen führen würde.