Laut dem OECD-Bericht „Health at a Glance 2025“ belegte Kolumbien im Jahr 2023 mit 2,5 Ärzten pro 1.000 Einwohner den 41. von 44 OECD-Plätzen bei der Anzahl praktizierender Ärzte. Dies zählt zu den niedrigsten Werten der Gruppe und wird nur von der Türkei, Brasilien und Peru unterboten, markiert jedoch einen Fortschritt gegenüber 2013.
Der OECD-Bericht „Health at a Glance 2025“ zeigt, dass Kolumbien 2023 auf 2,5 praktizierende Ärzte pro 1.000 Einwohner kam und damit den 41. von 44 untersuchten Plätzen belegte. Dies liegt unter dem OECD-Durchschnitt von 3,9 pro 1.000, der 2013 noch bei 3,3 lag. Kolumbien hat sich gegenüber den niedrigeren Werten von 2013 zwar verbessert, liegt aber hinter Spitzenreitern wie Griechenland, Portugal, Österreich, Italien und Norwegen, die alle fünf oder mehr Ärzte pro 1.000 Einwohner aufweisen.
Die OECD merkt an, dass die Zahlen für Griechenland und Portugal alle zugelassenen Ärzte umfassen, nicht nur die aktiven, doch der Abstand zu Kolumbien bleibt groß. Auch Länder wie Japan, Südkorea, Kanada, Mexiko und die Vereinigten Staaten liegen unter dem OECD-Durchschnitt. Die steigende Zahl an Ärzten hat die Sorgen über den Fachkräftemangel nicht gelindert, da die Nachfrage durch die alternde Bevölkerung wächst.
Zu den Wachstumsfaktoren zählen eine höhere Anzahl an Medizinabsolventen, im Ausland ausgebildete Ärzte und ältere Fachkräfte, die länger berufstätig bleiben. Die durchschnittliche Arbeitszeit ist jedoch gesunken, was die tatsächliche Verfügbarkeit dämpft. Kolumbien und andere Länder sehen sich mit einer ungleichen Verteilung konfrontiert, da sich die medizinische Versorgung auf Großstädte konzentriert.
Die OECD unterstreicht die Kontraste in Lateinamerika und die anhaltenden Lücken beim Zugang zum Gesundheitspersonal im Vergleich zu den entwickelten Volkswirtschaften.