Die Nationale Gesundheitsaufsicht Kolumbiens hat einen ungefähren Schaden von 2,6 Milliarden Dollar im Allgemeinen Sozialversicherungssystem für Gesundheit durch 291 vorbeugende Pfändungsmaßnahmen gemeldet. Diese Situation bedroht die finanzielle Nachhaltigkeit und das Recht auf Gesundheit der Kolumbianer. Die am stärksten betroffenen Regionen sind Bogotá, Antioquia, Bolívar und Caquetá.
Die Nationale Gesundheitsaufsicht (Supersalud) hat mitgeteilt, dass 291 vorbeugende Pfändungsmaßnahmen Ressourcen im Allgemeinen Sozialversicherungssystem für Gesundheit (Sgsss) belasten und einen finanziellen Schaden von etwa 2,6 Milliarden Dollar verursachen. Diese Informationen stammen aus selbst gemeldeten Daten der Gesundheitsfördernden Einrichtungen (EPS). Die offizielle Erklärung stellt fest, dass dieses Problem ein großes Risiko für die wirtschaftliche Stabilität des Systems und die effektive Bereitstellung von Gesundheitsdienstleistungen darstellt. „Diese Situation stellt ein relevantes Risiko für die finanzielle Nachhaltigkeit des Systems und die effektive Gewährleistung des grundlegenden Rechts auf Gesundheit dar, da sie den rechtzeitigen Fluss der für die Erbringung von Dienstleistungen, die Zahlungen an Krankenhäuser, Kliniken, Medikamentenanbieter und andere Akteure im Netzwerk der Gesundheitsdienstleistungen vorgesehenen Mittel beeinträchtigt“, heißt es im Dokument. Die Analyse zeigt, dass Bogotá mit 65 Pfändungsverfahren an der Spitze steht, gefolgt von Bolívar mit 47, Caquetá mit 34 und Antioquia (insbesondere Concordia) mit 21. Zu den EPS mit dem höchsten betroffenen Gesamtwert gehören Nueva EPS und Coosalud EPS, was sowohl die Anzahl laufender Fälle als auch die Größe der Ansprüche widerspiegelt. Supersalud betonte, dass Sgsss-Ressourcen öffentlich, parafiskal und zweckgebunden sind, sodass ihre Nutzung ausschließlich auf die Gesundheitsversorgung beschränkt werden muss. Die Behörde wiederholte die Regel der Unpfändbarkeit dieser Mittel mit einschränkenden Ausnahmen gemäß der Verfassungsrechtssprechung. Sie forderte zudem einen umfassenden Schutz dieser Ressourcen, in Übereinstimmung mit den Aussagen von Präsident Gustavo Petro zur Nachhaltigkeit des Systems. Dieser Bericht unterstreicht die dringende Notwendigkeit, Gesundheitsfonds zu schützen, um die Versorgung der Versicherten und die langfristige Lebensfähigkeit des kolumbianischen Gesundheitssektors zu gewährleisten.