Die kolumbianische Regierung unter Präsident Gustavo Petro hat rechtliche Schritte gegen 17 Gouverneure angekündigt, die sich weigern, das Dekret zur Wirtschaftsnotlage umzusetzen, während das Verfassungsgericht dessen Rechtmäßigkeit prüft. Dieser Konflikt schafft Unsicherheit bei den erhobenen Steuern, wie der Mehrwertsteuer von 19 % auf Spirituosen, und möglichen Rückerstattungen, falls die Maßnahme für verfassungswidrig erklärt wird. Experten warnen, dass strafrechtliche Sanktionen unwahrscheinlich sind, und heben die Komplexität von Rückzahlungen hervor.
Die Erklärung der Wirtschaftsnotlage durch Präsident Gustavo Petro hat einen institutionellen Konflikt in Kolumbien ausgelöst. Während das Verfassungsgericht die Rechtmäßigkeit des Dekrets prüft, einschließlich der Gültigkeit ministerieller Unterschriften, haben 17 Gouverneure angekündigt, Maßnahmen wie die Erweiterung der Mehrwertsteuer von 19 % auf Spirituosen und die Verbrauchssteuer nicht umzusetzen. Der kommissarische Justizminister Andrés Idárraga Franco betonte erneut, dass die verfassungsmäßige Ordnung verbindlich ist und die Regierung über rechtliche Wege für die Einhaltung sorgen werde, ohne einseitige Auslegungen durch territoriale Behörden zu dulden. Der Magistrat Carlos Camargo hat den Fall übernommen und technische Beweise angeordnet, wie Gutachten ehemaliger Finanzminister und die Überprüfung der Ernennung der Ex-Ministerin Irene Vélez, deren Unterschrift angezweifelt wird, da sie das verfassungsmäßige Erfordernis der Beteiligung aller Minister nicht erfüllt. Der Verfassungsrechtler Juan Manuel Charry erklärte, dass die Rückerstattung gezahlter Steuern « in der Praxis sehr schwierig » wäre aufgrund kleiner Beträge und umständlicher Verfahren bei der DIAN. Francisco Bernate, Präsident des Kollegiums der Strafverteidiger, klärte, dass Urteile des Gerichts in der Regel zukünftige Wirkungen haben, die gesammelten Gelder schützen, und schloss Prevarikation für Gouverneure aus, da sie die « Ausnahme der Verfassungswidrigkeit » geltend machen. Der ehemalige Magistrat José Gregorio Hernández erinnerte an den Fall von 1992, in dem Rückerstattungen wegen Ungleichheit angeordnet wurden. Hernando Herrera Mercado von der Corporation Excellence in Justice kritisierte die Heuchelei der Regierung, die kürzlich ähnliche Mechanismen genutzt habe. Diese Spannung gefährdet die Fiskaleinnahmen und beleuchtet Debatten über die Nutzung außergewöhnlicher Befugnisse statt des Kongresses. In der Zwischenzeit stehen Steuerzahler vor finanzieller Unsicherheit.