Der Ausschuss für Geldpolitik (Copom) hat am Mittwoch (5) beschlossen, den Selic-Satz bei 15 % pro Jahr zu belassen. Experten sagen, dass dies weiterhin Postfeste und inflationsindexierte Festverzinsliche Investitionen attraktiv macht. Trotz Prognosen zukünftiger Senkungen bleiben die Renditen für konservative Profile hoch.
Die Entscheidung des Copom, den Selic-Satz bei 15 % pro Jahr beizubehalten, begünstigt insbesondere Postfeste Titel, die an den Selic oder CDI gekoppelt sind, so Experten, die von Folha befragt wurden. Rafael Winalda, Festverzinsungs-Spezialist bei Inter, sagt: „Die Stagnation wirkt sich kurzfristig kaum aus, und wir sehen den CDI und Tesouro Selic immer noch sehr gut performen.“ Er hebt hervor, dass selbst mit dem bevorstehenden Lockerungszyklus die Renditen bis zur Fälligkeit hoch bleiben werden, wobei die Prognosen des Boletim Focus auf einen Selic-Satz von 12,25 % Ende nächsten Jahres hindeuten. „Renditen sinken mit niedrigeren Zinsen, aber das Niveau bleibt sehr attraktiv. Es ist ein exzellenter Satz, besonders für konservativere Kunden“, fügt Winalda hinzu.
Eine Umfrage von C6 schätzt, dass der Tesouro Selic mit Fälligkeit 2028 ein Nettoreale-Rendite von 6,67 % bietet, nach Steuern und prognostizierter Inflation, für eine einjährige Anlage. Lais Costa, Analytikerin bei Empiricus Research, betont die geringe Volatilität postfester Anlagen, ideal für diejenigen, die Liquidität suchen.
Empfehlungen umfassen IPCA-indexierte Titel, wobei Tesouro Direto am Mittwoch reale Sätze über 7 % anbietet. Für 2029 verspricht er Inflation plus 8 %; für 2040 plus 7,32 %. Winalda warnt: „IPCA+ ist jetzt die Gelegenheit, aber es ist gut, zu warnen, dass es Volatilität mit der Wahl 2026 geben wird“, und zitiert die erhöhten Ausgaben der Lula-Regierung im Wahlkampf um die Wiederwahl, was die Inflation und Selic anheizen könnte.
Marcelo Freller von C6 Bank beschreibt das Fiskalszenario als „kompliziert“, beeinflusst von externen Druck wie den Zinssenkungen der Fed in den USA, die den Dollar stärken und die brasilianische Inflation belasten könnten. Für Vorfeste Anlagen schlägt er kurze Laufzeiten vor, mit Sätzen um 13 %, nach Marcos Praça von Zero Markets Brazil: „Das Vorfeste lohnt sich noch für den Kurzfrist, weil es am Maximum eingefroren ist [um 13 %]. Der nächste Schritt ist der Rückgang“.
Im privaten Festverzinslichen, wie Debentures, LCIs und LCAs, gibt es Chancen bei steuerfreien, aber mit Vorsicht, besonders im Agrobusiness. Winalda bemerkt: „Agrobusiness-Unternehmen sind in einem sehr heiklen Moment, mit gerichtlichen Sanierungen und hoher Verschuldung, sogar bei Rekord-Ernten.“