Ein Kriegsgericht für 36 nigerianische Militäroffiziere, die beschuldigt werden, in den gescheiterten Putschversuch vom letzten Jahr verwickelt zu sein, wurde am Freitag in Abuja eröffnet und wird am 8. Mai hinter verschlossenen Türen fortgesetzt. Unabhängig davon hat ein Bundesgericht in Abuja die Prozesse gegen sechs Zivilisten begonnen, die mit dem Komplott in Verbindung gebracht werden, und schloss am Montag Journalisten von der Berichterstattung aus.
Das Kriegsgericht, das sich mit dem mutmaßlichen Putschversuch gegen die nigerianische Regierung im letzten Jahr befasst, wurde am Freitag in einer militärischen Einrichtung in Abuja eröffnet. Sechsunddreißig Offiziere erschienen vor den neu vereidigten Richtern zu den ersten Verfahrensschritten. Die nächste Sitzung ist für den 8. Mai angesetzt und wird laut dem Militärsprecher Generalmajor Samaila Uba, der gegenüber AFP sprach, hinter verschlossenen Türen und ohne Medienzugang stattfinden.
Der Putsch hätte im Falle eines Erfolgs mehr als ein Vierteljahrhundert Demokratie in der bevölkerungsreichsten Nation Afrikas beendet.
In einer damit zusammenhängenden Entwicklung stehen diese Woche sechs Zivilisten vor dem Bundesgericht in Abuja, da sie mutmaßlich an dem Komplott beteiligt waren. Sie haben auf nicht schuldig plädiert. Am Montag untersagte das Gericht Journalisten die Berichterstattung über das Verfahren.