Die Demokratische Allianz Südafrikas hat den 'Economic Inclusion For All Bill' vorgeschlagen, um das Broad-Based Black Economic Empowerment Act aufzuheben oder radikal zu überarbeiten. Der Plan argumentiert, dass rassenbasierte Quoten versagt haben, die Mehrheit zu heben, und stattdessen einer engen Elite zugutekommen. Präsident Cyril Ramaphosa besteht darauf, dass alle Änderungen durch das Parlament gehen müssen, was Debatten über Wiedergutmachung in einer ungleichen Gesellschaft neu entfacht.
Der 'Economic Inclusion For All Bill' der Demokratischen Allianz (DA), der Ende 2025 eingebracht wurde, zielt darauf ab, die Transformationspolitik Südafrikas von rassenbasierten Rahmenbedingungen auf einen nicht-rassischen, bedürfnisbasierten Ansatz umzustellen. Die Partei argumentiert, dass das Broad-Based Black Economic Empowerment (BEE) eine politisch verbundene schwarze Elite bereichert hat, während Millionen arbeitslos und verarmt zurückbleiben. Stattdessen plädiert die DA für einen Fokus auf Qualifikationsentwicklung, Schaffung von Arbeitsplätzen, Investitionen, Unternehmertum und Ausrichtung auf die Sustainable Development Goals, weg von Unternehmenskonformitätsanforderungen wie Punkten für schwarzen Eigentum und Kriterien für Managementkontrolle.
Dieser Vorschlag hat eine intensive Debatte ausgelöst, die das Apartheid-Erbe Südafrikas hervorhebt. Präsident Cyril Ramaphosa betonte, dass das BEE 'in unserer Verfassung verwurzelt und gestützt' ist und unversehrt bleibt. Er erklärte: „Wenn jemand eine Änderung der BEE-Gesetzgebung möchte, muss er seinen Vorschlag einbringen, und er muss im Parlament zur Diskussion gestellt werden.“ Andere Parteien, einschließlich der Freedom Front Plus, stimmen der Kritik der DA zu und behaupten, dass das BEE Patronage auf Kosten der Wirtschaft fördert. AfriForum hat ähnlich gefordert, ein Ende mit dem zu machen, was es als 'rassendiskriminierende' Politiken wie affirmative Action bezeichnet, und argumentiert, dass sie eine um Rasse zentrierte Umgebung schaffen, die auf gleiche Ergebnisse statt Chancen abzielt.
Die Debatte greift auf historischen Kontext zurück, einschließlich internationaler Desinformationskampagnen. 2018 twitterte der ehemalige US-Präsident Donald Trump über die Untersuchung von 'Land- und Farmbeschlagnahmungen und Enteignungen und der großangelegten Tötung von Farmern' in Südafrika, obwohl keine glaubwürdigen Beweise für ein höheres Mordrisiko für Farmer vorliegen. Bei seiner Rückkehr ins Amt 2025 erließ Trump eine Exekutivorder als Reaktion auf das Expropriation Bill, das von Ramaphosa am 23. Januar 2025 unterzeichnet wurde, und stellte es fälschlicherweise als Ermächtigung zur Beschlagnahmung von Afrikaner-Eigentum ohne Kompensation dar. Elon Musk verurteilte das Gesetz als 'offen rassistische Eigentumsgesetzgebung'. Die Order enthielt Bestimmungen zur Umsiedlung von Afrikanern als Flüchtlinge und kürzte die US-Finanzierung für Südafrika bis zur Untersuchung.
Anhaltende Ungleichheiten unterstreichen die Einsätze. Eine Landprüfung von 2017 zeigte, dass weiße Individuen 72 % der Farmen und landwirtschaftlichen Holdings besitzen, während Afrikaner nur 4 % halten. Anfang 2023 lag die Schwarze Arbeitslosigkeit bei fast 40 %, im Vergleich zu 7,5 % bei Weißen. Kritiker argumentieren, dass die Abschaffung rassesensitiver Mechanismen wie dem BEE systemische rassische Nachteile ignorieren würde und potenziell Hierarchien perpetuiert. DA-Minister wie Dean Macpherson im Ministerium für öffentliche Arbeiten und Solly Malatsi im Kommunikationsministerium haben verwandte Änderungen in Ausschreibungen und ICT-Vorschriften vorangetrieben. Der Autor, Professor Mandla J Radebe von der University of Johannesburg, warnt, dass ohne gezielte Wiedergutmachung weiße Privilegien aus Kolonialismus und Apartheid unangetastet bleiben und verfassungsrechtliche Verpflichtungen verletzen würden.