Trotz Unruhen zwischen Thailand und Kambodscha und einer Reisewarnung des schwedischen Außenministeriums ist das Interesse der Schweden, Weihnachten in Thailand zu feiern, größer als im Vorjahr. Reiseveranstalter wie Ving und Tui melden gesteigerte Nachfrage nach Last-Minute-Reisen. Die meisten besorgten Kunden buchen um in andere Teile des Landes.
Konflikte zwischen Thailand und Kambodscha flammten Anfang Dezember wieder auf, was das schwedische Außenministerium (UD) dazu veranlasste, eine Reisewarnung für Teile Thailands auszusprechen. Trotzdem ist das Interesse an Weihnachtsfeiern im Land nicht abgenommen – im Gegenteil. Laut Reiseveranstalter Tui sind Buchungen für Last-Minute-Reisen in der vergangenen Woche um 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, sagt Dian Martinez Valencia, Kommunikationsleiterin.
Sowohl Tui als auch Ving haben Reisen zum Touristenort Koh Chang abgesagt, der von der Warnung betroffen ist. Claes Pellvik, Kommunikationschef bei Ving, berichtet von wenigen Anrufen besorgter Kunden, die meisten haben jedoch umgebucht in einen anderen Ort in Thailand. „Das Interesse an Thailand ist nicht abgekühlt. Und da würde ich sagen, Thailand hat tatsächlich eine besondere Position“, sagt Pellvik.
Er vergleicht es mit dem Gaza-Krieg, bei dem die Nachfrage nach Reisen in diese Region aufgrund von Bedenken stark zurückging. Für Thailand trifft das nicht zu – das Land behält seinen Reiz für schwedische Reisende trotz der Unsicherheit.