Entwickler sehen Steam als Monopol in Umfrage zu PC-Spielen

Eine neue Umfrage zeigt, dass 72 % der Spieleentwickler Steam als Monopol auf dem PC-Spielemarkt betrachten, wobei die Plattform mehr als 75 % ihres Umsatzes ausmacht. Von Atomik Research im Mai 2025 durchgeführt, hebt die Umfrage wachsende Bedenken hinsichtlich der Abhängigkeit unter Branchenvertretern hervor. Trotzdem planen viele, sich auf alternative Vertriebskanäle auszuweiten.

Umfragenübersicht

Der Bericht mit dem Titel 'The State of PC Game Distribution' wurde von der PC-Vertriebsplattform Rokky in Auftrag gegeben und befragte 306 Branchenvertreter aus den USA und dem Vereinigten Königreich zwischen dem 18. und 22. Mai 2025. Die Mehrheit der Befragten hatte Führungspositionen inne, wobei 77 % aus Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern stammten. Die Ergebnisse, die am 4. November 2025 geteilt wurden, unterstreichen die dominante Position von Steam im PC-Spielverkauf.

Wichtige Erkenntnisse

Fast drei Viertel (72 %) der Befragten gaben zu, dass Steam ein Monopol auf dem PC-Spielemarkt darstellt, und über 50 % äußerten Bedenken hinsichtlich ihrer starken Abhängigkeit davon für die Distribution. Steam generiert mehr als 75 % des Umsatzes für die meisten Studios, doch nur 32 % der Entwickler unterstützen weiterhin physische Medienveröffentlichungen.

Vertriebsmuster zeigen Diversifizierungsanstrengungen: 48 % der Unternehmen listen Titel sowohl im Epic Games Store als auch im Xbox PC Games Store, während 10 % GOG und 8 % Itch.io nutzen. Größere Firmen bevorzugen den Epic Games Store, während Itch.io eher unabhängige Entwickler anspricht. Alternative Optionen wie Marktplätze (G2A, Kinguin) und E-Shops (Fanatical, Humble Bundle) werden für ihre Benutzerfreundlichkeit, Preiskontrolle, Marketingunterstützung und globale Reichweite geschätzt.

Ausblickend erwarten 80 % der Befragten, in den nächsten fünf Jahren zusätzliche Vertriebskanäle neben Steam zu nutzen, wobei drei Viertel mindestens einen Umsatzanstieg von 10 % prognostizieren. Herausforderungen umfassen jedoch Risiken des Graumarkts und eine reduzierte operative Kontrolle.

Vadim Andreev, Mitbegründer und CEO von Rokky, kommentierte: 'Der Aufstieg von E-Shops und Marktplätzen hat die PC-Spielverteilung vielfältiger und komplexer gemacht. Es gibt zahlreiche Chancen und Herausforderungen. Etablierte Akteure bleiben wichtig, und es ist entscheidend, das Landschaft zu verstehen, weshalb dieser Bericht wichtige Branchentrends hervorhebt.'

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