Nach ihren Siegen im Halbfinale trifft die Demokratische Republik Kongo heute Abend in Mexiko auf Jamaika, um einen von zwei verbleibenden Plätzen für die Weltmeisterschaft 2026 auszuspielen, während der Irak am frühen Mittwoch auf Bolivien trifft. Die Sieger werden sich den 46 anderen Teams beim Turnier anschließen. Alle vier Nationen verfügen bereits über WM-Erfahrung, jedoch bisher mit begrenztem Erfolg.
Diese Endspiele bilden den Abschluss des interkontinentalen Play-off-Weges an künftigen WM-Austragungsorten in Mexiko und bieten Außenseitern eine Chance auf ein Comeback. Bolivien kann auf drei frühere Teilnahmen zurückblicken (zuletzt 1994), die DR Kongo auf eine (als Zaire, 1974), der Irak auf eine (1986) und Jamaika auf eine (1998) – alle schieden jeweils in der Gruppenphase aus.
Das Spiel DR Kongo gegen Jamaika wird am Dienstag um 23:00 Uhr im Estadio Akron in Zapopan angepfiffen. Irak gegen Bolivien folgt am Mittwoch um 05:00 Uhr im Estadio BBVA in Guadalupe.
Die DR Kongo (FIFA-Weltrangliste Platz 48) gilt unter Trainer Sebastian Desabre als Favorit, angeführt von Chancel Mbemba (Lille) sowie den Angreifern Cedric Bakambu und Yoanne Wissa. Jamaika (70.) setzt auf Leon Bailey (Aston Villa) und Ethan Pinnock (Brentford). Der Irak (58.) hat Amir Al-Ammari (Cracovia) im Aufgebot; Bolivien (76.) besteht größtenteils aus heimischen Spielern von Bolívar.
Besondere Geschichten: Die DR Kongo war die erste Mannschaft aus dem subsaharischen Afrika, die an einer WM teilnahm (1974, mit der berüchtigten 0:9-Niederlage gegen Jugoslawien). Der Irak strebt nach 40 Jahren die Rückkehr an; Jamaika hofft auf einen zweiten Auftritt seit dem Sieg gegen Japan 1998; Bolivien will das erweiterte Turnierformat nutzen, nachdem das Team in der südamerikanischen Qualifikation zu kämpfen hatte.