Ricardo Roa Barragán wird am 30. Juli den Vorstandsvorsitz von Ecopetrol verlassen, nach einer Amtszeit, die von gerichtlichen Kontroversen geprägt war. Der Schritt fällt mit dem Übergang zur Regierung des designierten Präsidenten Abelardo de la Espriella zusammen.
Roa wird am 27. Juli vorübergehend auf seinen Posten zurückkehren, um administrative Verfahren abzuschließen und die Finanzberichte für das zweite Quartal zu unterzeichnen. Sein endgültiger Abschied markiert das Ende einer Amtszeit, die mit Untersuchungen wegen mutmaßlicher Einflussnahme und Druckausübung bei Vertragsvergaben konfrontiert war.
Auch im Verwaltungsrat gibt es Veränderungen. Ángela María Robledo und Tatiana Roa Avendaño sind mit Wirkung zum 31. Juli zurückgetreten. Luis Felipe Henao Cardona übernahm den Vorsitz des Gremiums, und Jorge Mario Velásquez wurde als neues Mitglied ernannt.
Die neue Regierung plant eine forensische Prüfung der jüngsten Entscheidungen sowie Anpassungen bei der Erschließung von Kohlenwasserstoffen. Ecopetrol, an dem der kolumbianische Staat 88,5 Prozent der Anteile hält, stellt eine zentrale Quelle für Steuereinnahmen und Exporte dar.