Die Gewerkschaft Asopetrol hat davor gewarnt, dass Ecopetrol aufgrund des Gewinnrückgangs im ersten Quartal 2026 in eine finanzielle Schieflage geraten könnte. Als Hauptfaktoren wurden hohe Steuern sowie die Aufwertung des Peso genannt.
Die Gewerkschaft Asopetrol warnte nach der Veröffentlichung der Ergebnisse für das erste Quartal vor Risiken einer finanziellen Erstickung für Ecopetrol. Das Unternehmen verzeichnete Gewinne von über 2,8 Billionen Pesos, was den schlechtesten Jahresauftakt seit der Pandemie darstellt.
Gewerkschaftspräsident Óscar Bravo wies darauf hin, dass der effektive Steuersatz 37,1 Prozent erreicht hat. Dies ist teilweise auf eine nicht abzugsfähige außerordentliche Vermögenssteuer in Höhe von 1,2 Billionen Pesos zurückzuführen.
Die Aufwertung des Peso gegenüber dem Dollar schmälerte das Ergebnis um rund 2,6 Billionen Pesos. Bravo erklärte, die Regierung müsse aufhören, der Branche Vermögenswerte zu entziehen, bis sie zum Stillstand kommt.
Die Gewerkschaft wies zudem auf eine mögliche Abwanderung von Fachkräften und Unternehmen nach Venezuela hin, das seine Ölförderung wieder reaktiviert. Der Schutz von Ecopetrol sichere die wirtschaftliche Zukunft des Landes, so Bravo.