Handelsspannungen zwischen Kolumbien und Ecuador haben den Rohöl-Transportzoll von 2,7 US$ auf 30 US$ pro Barrel erhöht und Ecopetrol getroffen. Die kolumbianische Regierung prüft die Erhöhung der Zölle auf 50 % für 73 ecuadorianische Produkte als Reaktion auf ähnliche Maßnahmen Ecuadors. Dies resultiert aus Streitigkeiten um Grenzsicherheit und soll den bilateralen Handel ausgleichen.
Handelsspannungen zwischen Kolumbien und Ecuador, ausgelöst durch die Ankündigung des ecuadorianischen Präsidenten Daniel Noboa von zunächst 30 % und dann 50 % Zöllen auf kolumbianische Importe, haben den Rohöltransport indirekt beeinträchtigt. Ecuador hat den Zoll um 900 % angehoben, von einem vergünstigten 2,7 US$ pro Barrel auf 30 US$, gemäß dem Abkommen von Mai 2024 zwischen Petroecuador und Ecopetrol zur Nutzung von Rohrleitungen wie OSLA und SOTE, die 13.500 Barrel täglich von 22.000 Kapazität transportierten. nEcopetrol-Präsident Ricardo Roa warnte Ende Januar: „Mit dieser Maßnahme hätten wir sehr erhebliche Auswirkungen auf die Kosten des Rohöl-Transportzolls über diese Infrastruktur.“ Um Kosten zu mindern, strebt Ecopetrol die Reaktivierung von Routen wie Babillas, Guadúas und Vasconia nach Coveñas an, mit geschätztem Zoll von 12-15 US$ pro Barrel unter Einsatz von 150 Lkw. nAls Reaktion erklärte Handelsministerin Diana Morales, die Regierung prüfe die Erhöhung des 30-%-Zolls auf 50 % für 73 ecuadorianische Unterpositionen, was Produkte wie Holzplatten (82,6 Mio. US$), Konserven (76,6 Mio. US$), Garnelen (75,9 Mio. US$) und Roh-Palmenöl (53,6 Mio. US$) betrifft. Dies kontert Ecuadors Erhöhung auf 50 % ab 1. März wegen Grenzsicherheitsproblemen. Morales wies auf laufende Kommunikationen mit Ecuador hin, aber keine direkten Gespräche mit Noboa und keine Klärungen zu geforderten Maßnahmen. nAnaldex-Präsident Javier Díaz klärte, der Zoll werde nicht als Verkauf, sondern als Gebühr für Infrastrukturnutzung klassifiziert. Kolumbiens Handelsbilanz mit Überschuss von 1.016,6 Mio. US$ ist in zwei Jahren um über 100 Mio. US$ gesunken, Wirtschaftsführer warnen vor Risiken für den bilateralen Handel.