Die kolumbianische Regierung hat eine Liste von aus Ecuador importierten Produkten genehmigt, die mit einem Zoll von 30 % belegt werden sollen, als Reaktion auf ähnliche Maßnahmen dieses Landes. Die Entscheidung zielt darauf ab, das Handelsgleichgewicht im Rahmen der Andengemeinschaft wiederherzustellen. Handelsministerin Diana Marcela Morales Rojas begründete die Maßnahme als Verteidigung der nationalen Sicherheit.
Das Komitee für Zoll-, Tarif- und Handelssachen (Triple A) unter dem Ministerium für Handel, Industrie und Tourismus hat die durch die vorübergehenden Maßnahmen betroffenen Zolltarifposten ratifiziert. Diese umfassen 23 Kategorien, unterteilt in 73 Unterkategorien, hauptsächlich Fischereiprodukte und Agrarprodukte wie Fischzubereitungen, Palmöl und Reis sowie Chemikalien, Kunststoffe und Metallwaren. nnVon Januar 2023 bis Oktober 2025 beliefen sich die Importe dieser Waren aus Ecuador auf 683.825,8 Tonnen. Ministerin Morales Rojas betonte, dass Ecuador andengemeinschaftliche Verpflichtungen verletzt habe, indem es ab dem 1. Februar 2026 einen Zoll von 30 % auf kolumbianische Importe verhängte und mangelnde Reziprozität im Kampf gegen organisierte Kriminalität anführt. „Diese Maßnahme wird als Instrument zur Verteidigung der nationalen Sicherheit ergriffen“, erklärte die Beamtin und wies auf die Auswirkungen auf die kolumbianische Wirtschaft hin. nnDas Entwurfsdekret sieht zusätzliche Einschränkungen vor, wie die Begrenzung der Landzufuhr frischer Agrarprodukte, insbesondere Reis, und das Verbot von Vorprodukten für die Fentanylproduktion, vorbehaltlich der Prüfung durch DIAN, das Finanzministerium und das Landwirtschaftsministerium. Kolumbien betont, dass diese Schritte nicht darauf abzielen, Spannungen zu verschärfen, und hält diplomatische Kanäle für einen Dialog offen, um faire und vorhersehbare Handelsbedingungen zu erreichen.