Präsident Gustavo Petro führte den Anstieg der Verkäufe von Elektrofahrzeugen um 171,3 % im ersten Quartal 2026 auf seine Zollpolitik für benzinbetriebene Fahrzeuge zurück. In einem Beitrag auf X feierte er das Ergebnis als Fortschritt bei der Dekarbonisierung und als Entlastung für die durch Luftverschmutzung verursachte Sterblichkeit in Städten wie Bogotá und Medellín.
Kolumbien verzeichnete im ersten Quartal 2026 insgesamt 9.349 neue Verkäufe von Elektrofahrzeugen, was einem Anstieg von 171,3 % gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2025 entspricht. Führende Marken waren Tesla, BYD und Chery. Präsident Gustavo Petro schrieb auf X: „Dank unserer Zollpolitik für Benzinfahrzeuge, die diese teurer macht, haben wir die Verkäufe von Elektroautos in nur einem Monat verdoppelt“.
Petro bezeichnete dieses Ergebnis als „fast ein Wunder“ und hob die Auswirkungen auf die Senkung der durch Luftverschmutzung bedingten Todesfälle hervor, insbesondere in Bogotá und Medellín. „Es ist eine große Erleichterung für Bogotá und Medellín, die allgemeine Sterblichkeitsrate sowie die Kindersterblichkeit zu senken. Ein weiteres erreichtes Ziel“, fügte er hinzu.
Der Präsident rief dazu auf, die lokale Montage und Produktion von Elektroautos, Motorrädern und Bussen voranzutreiben, um den heimischen Markt zu versorgen und nach Lateinamerika zu exportieren. „Wir werden ein Zentrum für die Produktion von Elektrofahrzeugen für die Welt sein“, erklärte er. Er forderte außerdem, die Dekarbonisierung auf die Agrarindustrie, Lastwagen, Traktoren, Schiffe und Flugzeuge auszudehnen und den Stahlsektor dazu zu bewegen, grünes Flachstahlblech zu produzieren.
Petro betonte die Notwendigkeit, Techniker für Elektromotoren auszubilden, Tankstellen für den Stromverkauf zu nutzen und in neuen Gebäuden Schnellladestationen zu integrieren. Er schlug eine zügige Umsetzung von ‚Colombia Solar‘ mit kostenloser Energie für bedürftige Familien vor, wobei dies mit Breitbandinternet und 3D-Druck verknüpft werden soll, um Wohnungen in Werkstätten zu verwandeln.