Präsident Gustavo Petro protestierte bei der Taufe des Hochseepatrouillenboots ARC „24 de Julio“, dem größten im Inland gebauten Schiff Kolumbiens, erneut gegen US-Bombardierungen in der Karibik. Er übergab das Schiff an die Nationalmarine und betonte dessen Rolle bei der Beschlagnahmung von Kokainlieferungen. Zudem forderte er den Aufbau einer nationalen Waffenproduktion.
Am 29. März 2026 übergab Präsident Gustavo Petro das Hochseepatrouillenboot ARC „24 de Julio“, das im Inland von Cotecmar gebaut wurde, an die kolumbianische Nationalmarine. Obwohl einige Teile aufgrund fehlender lokaler Technologie importiert werden mussten, lobte Petro die langjährigen nationalen Bemühungen. Während der Zeremonie erneuerte Petro seine Kritik an den US-Bombardierungen in der Karibik. „Schluss mit den Bombardierungen in der Karibik, das Kokain wird per U-Boot transportiert, dessen Besitzer gerichtliche Vereinbarungen mit den USA getroffen haben. Unser neues Schiff wird helfen, mehr Ladungen zu beschlagnahmen“, postete er in den sozialen Medien. Petro drängte darauf, die nationale Waffenproduktion auf Geheimdiensttechnologie, Gewehre, Drohnen, Anti-Drohnen-Systeme und Flugzeuge auszuweiten. Er verwies auf Beispiele wie die Vereinigten Staaten, Deutschland, Japan und Brasilien, das Gripen-Kampfjets herstellt. „Wir müssen dies auch bei anderen Waffen entwickeln, die kolumbianische Aufklärung, die kolumbianische Gewehrherstellung, die Technologie im Dienst der nationalen Verteidigung“, erklärte er. Er plädierte für eine nationale Debatte über die Waffenproduktion unter Nutzung der kollektiven Intelligenz des Landes, basierend auf dem angesammelten Wissen der Menschheit. Zudem sandte er eine Nachricht an den Gouverneur von Antioquia, in der er den Dialog gegenüber Gewalt bevorzugte, um die Bedingungen in der Gemeinschaft zu verbessern.