Colombian President Gustavo Petro and Venezuelan Vice President Delcy Rodríguez shake hands after signing security and trade cooperation agreement in Caracas.
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Kolumbien und Venezuela vereinbaren Zusammenarbeit bei Sicherheit und Handel

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Die kolumbianischen und venezolanischen Präsidenten Gustavo Petro und Delcy Rodríguez kündigten während eines Treffens am 25. April in Caracas Vereinbarungen zur Stärkung der Grenzsicherheit, zur Wiederbelebung des Handels und zur Förderung der Energieintegration an. Die Staats- und Regierungschefs unterzeichneten das Protokoll des III. Treffens der Nachbarschafts- und Integrationskommission, das sich gegen illegale Wirtschaftsaktivitäten wie Drogenhandel und illegalen Bergbau richtet.

Im Palacio de Miraflores in Caracas führten Petro und Rodríguez bilaterale Gespräche von etwa drei Stunden Dauer, zunächst im privaten Rahmen und anschließend in erweiterter Runde mit offiziellen Delegationen. Sie kündigten eine gemeinsame Agenda für die Grenzsicherheit an, wobei Petro die Notwendigkeit betonte, „ein gemeinsames, koordiniertes Bemühen zu gestalten, um die Völker an der Grenze von den Mafias zu befreien“, wobei er sich auf Drogenhandel, illegalen Bergbau und Menschenhandel bezog. „Die Grenze darf niemandem außer den Völkern gehören“, fügte er hinzu und schlug militärische, polizeiliche sowie soziale Maßnahmen vor.

Rodríguez hob die Erholung des bilateralen Handels auf 1,2 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr hervor, nachdem dieser nach der Grenzschließung 2019 und der Wiedereröffnung 2022 eingebrochen war. Die Strom- und Gasverbindungen stünden „kurz vor der Umsetzung“ und ermöglichten gemeinsame Gasexporte, so die venezolanische Politikerin, die die Energieprobleme im Westen Venezuelas auf Sanktionen zurückführte.

Petro forderte eine Integration durch „neue Energieformen“, um den Frieden zu fördern, im Gegensatz zu traditionellen Energien, die mit Gewalt verbunden seien. Die Abkommen umfassten zudem Importsubstitution, die Förderung des Tourismus, Luftverkehrsanbindungen sowie Sozialpläne für gefährdete Grenzbevölkerungen.

Die kolumbianische Außenministerin Rosa Yolanda Villavicencio und der venezolanische Außenminister Yván Gil Pinto unterzeichneten im Beisein der Staatsoberhäupter das Abschlussprotokoll, wodurch die Verpflichtungen zu Sicherheit, Handel und regionaler Integration formalisiert wurden.

Was die Leute sagen

Die Diskussionen auf X über die Abkommen zwischen Kolumbien und Venezuela sind geteilt. Befürworter loben die Zusammenarbeit bei der Grenzsicherheit gegen Mafias und Drogenhandel sowie die Energieintegration als einen Schritt in Richtung regionaler Einheit. Kritiker sehen darin eine Legitimierung des venezolanischen Regimes durch Petro, bei gleichzeitiger Missachtung politischer Gefangener und der Komplizenschaft der ELN. Medienanalysen weisen auf den Zeitpunkt angesichts des US-Drucks im Bereich der Drogenbekämpfung hin.

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