Frank Pearl, Präsident der AKP, betonte, dass Kolumbien seine Energiesicherheit stärken müsse, ohne sich auf andere Länder zu verlassen. Dies geschieht vor dem Hintergrund der ersten Gaslieferung aus Venezuela und eines Rückgangs der nationalen Öl- und Gasproduktion im Jahr 2025.
Frank Pearl, Präsident des kolumbianischen Erdölverbands (ACP), kommentierte die kürzlich erfolgte erste Gaslieferung Venezuelas nach Kolumbien, die ein Zeichen für die Wiederaufnahme der Handelsbeziehungen zwischen den beiden Ländern ist. Einem Bericht von Campetrol zufolge ist die Ölproduktion im Jahr 2025 um 3 % und die Gasproduktion um 17 % zurückgegangen, was Anlass zur Sorge um die nationalen Produktionskapazitäten und den Rückgang der lokalen Reserven gibt. Kolumbien prüft Gasimporte aus Venezuela, um seine Versorgungsquellen mittelfristig zu diversifizieren. Pearl erklärte mit Nachdruck: "Kolumbien kann nicht einfach abwarten oder sich darauf verlassen, was andere tun. Die Priorität ist klar: die Stärkung unserer Energiesicherheit". Er rief dazu auf, die einheimischen Ressourcen verantwortungsvoll zu entwickeln, Investitionen durch klare Regeln anzuziehen und eine langfristige Perspektive einzunehmen. Auf seinem X-Konto fügte er hinzu: "Energie ist Teil der Lebenshaltungskosten, der Beschäftigung und der Chancen für die Regionen. Wir können uns im Ausland nach Möglichkeiten umsehen, ja, aber wir dürfen dabei nicht den Überblick verlieren: Kolumbiens Energiezukunft wird von Kolumbien aus aufgebaut." Pearl betonte, dass die Energiesicherheit im eigenen Land aufgebaut werden muss und nicht von externen Faktoren abhängen darf.