Präsident Gustavo Petro reagierte gestern auf X auf die Kritik seines ehemaligen Finanzministers José Antonio Ocampo und machte ihn teilweise für das Haushaltsdefizit des Landes verantwortlich.
In einem ausführlichen Beitrag verteidigte Petro die Sicherheitserfolge seiner Regierung. Er erklärte, dass Kolumbien derzeit die niedrigste Mordrate seit 36 Jahren aufweise und hob die freiwillige Vernichtung von 39.000 Hektar illegaler Anbauflächen hervor, von denen 7.000 bereits von der UNO zertifiziert wurden.
Der Präsident kritisierte Ocampo dafür, das Defizit des Treibstoffpreis-Stabilisierungsfonds durch Haushaltsmittel gedeckt zu haben. Laut Petro hätte der Fonds eher durch höhere Benzinpreise statt durch öffentliche Gelder finanziert werden müssen.
Zudem stellte er die Entscheidung infrage, die Einkommensteuerzahlung für 2024 vorzuziehen, um Ausgaben für 2023 zu decken, und bezeichnete dies als eine „buchhalterische Lüge“. Petro kritisierte weiterhin die Banco de la República und kündigte an, am kommenden Dienstag eine aktualisierte Satellitenkarte zu Koka-Anbauflächen vorzustellen.