Präsident Gustavo Petro verteidigte während seiner Rede zum Tag der Arbeit in Medellín das öffentliche Gesundheitsmodell und übte scharfe Kritik an den EPS. Vor einer Menschenmenge im Park Las Luces schlug er die Einberufung einer nationalen verfassungsgebenden Versammlung vor. Er hob Erfolge bei der Gesundheitsinfrastruktur hervor, wie etwa schwimmende Krankenhäuser in entlegenen Gebieten.
Am 1. Mai 2026 wandte sich Präsident Gustavo Petro während der Feierlichkeiten zum Tag der Arbeit im Park Las Luces in Medellín an eine Menge von Gewerkschaften und zivilgesellschaftlichen Organisationen. Vier Monate vor Ende seiner Amtszeit verteidigte er seine Reformagenda, bei der Arbeitsrechte und das öffentliche Gesundheitssystem im Vordergrund stehen.
Petro kritisierte das Modell der Entidades Promotoras de Salud (EPS) als ineffizient. „Das private EPS-System ist bankrott, weil es das öffentliche Geld Kolumbiens gestohlen hat“, erklärte der Präsident. Er bemängelte zudem die Betriebsabläufe von Fomag und merkte an, dass Tausende von Gesundheitsexperten nun Bevölkerungsgruppen versorgen, die historisch unterversorgt waren.
Der Präsident hob die Stärkung des Netzes öffentlicher Krankenhäuser als einen wichtigen Erfolg hervor. „Wir haben also zwei Systeme: öffentliche Krankenhäuser, die wachsen, die entstehen, die sich stärken, Krankenhausschiffe, die über das Meer fahren, um die Menschen an der Küste zu versorgen, Krankenhäuser auf Flüssen, die im Amazonasgebiet und in der Orinoquía navigieren, um das Dorf zu erreichen, in dem nie zuvor ein Arzt ankam, und populäre Stadtviertel, in denen nun eine Pflegekraft eintrifft“, schloss Petro.