Der kolumbianische Staatsrat hat das Dekret 0182 von 2026 vorläufig ausgesetzt, das Krankenversicherer territorial neu organisierte und die Anzahl der Anbieter pro Region begrenzte. Die Entscheidung folgt auf eine Klage der Abgeordneten Katherine Miranda, die vor der erzwungenen Übertragung von Millionen Nutzern auf die Nueva EPS gewarnt hatte.
Das Urteil des hohen Gerichts stoppt vorübergehend das von der Regierung des Präsidenten Gustavo Petro erlassene Dekret. Die Maßnahme zielte darauf ab, ein territoriales und bevölkerungsbasiertes Krankenversicherungsmodell umzusetzen.
Die Klage machte geltend, dass die Umstrukturierung die Wahlmöglichkeiten der Nutzer einschränken und die Versicherten bei Einrichtungen wie der Nueva EPS konzentrieren würde, die derzeit unter der Aufsicht der Nationalen Gesundheitsbehörde steht. Das Gericht stellte fest, dass dies zur Neuzuweisung von mehr als sechs Millionen Versicherten und zur Übertragung von etwa 2,6 Millionen auf diese Einrichtung führen könnte.
Die Regierung argumentierte, dass das Dekret strukturelle Probleme wie die Fragmentierung des Systems und die finanzielle Instabilität einiger Versicherer beheben würde. Der Staatsrat sah jedoch Gründe, die Ansprüche zu prüfen, und setzte die Wirkung des Dekrets bis zum Abschluss des Gerichtsverfahrens aus.