Nach der Genehmigung durch den Generalrechnungshof und der Veröffentlichung im Amtsblatt ist die landesweite onkologische Gesundheitswarnung, die von Präsident José Antonio Kast Ende März infolge von Verzögerungen für Tausende Patienten auf Krebs-Wartelisten ausgerufen wurde, in Kraft getreten. Sie verleiht dem Gesundheitsministerium bis zum 30. September 2026 – mit der Möglichkeit einer Verlängerung – außerordentliche Befugnisse, um Diagnosen und Behandlungen für 33.000 Patienten zu beschleunigen.
Das Dekret, das Ende März von Präsident José Antonio Kast unterzeichnet wurde und zunächst noch geprüft werden musste, trat heute nach der Veröffentlichung im Amtsblatt in Kraft. Es konzentriert sich auf onkologische Notfälle bei Patienten, die auf verzögerte GES-Garantien und Nicht-GES-Wartelisten stehen und nun insgesamt 33.000 Personen umfassen.
Das Ministerium von Gesundheitsministerin May Chomali erhält gemäß dem Gesundheitskodex die Befugnis, Personal einzustellen, medizinische Güter und Dienstleistungen direkt zu beschaffen, Medikamente zu importieren und die Verteilung zu koordinieren. Innerhalb von zehn Werktagen wird ein nationaler operativer Plan veröffentlicht, um die betroffenen Patienten zu kontaktieren und Behandlungen einzuleiten.
Chomali betonte die ethische Notwendigkeit der Maßnahme: „Diese Gesundheitswarnung ist nicht nur eine administrative Angelegenheit; es ist ein Akt der Verantwortung. Wir müssen klarstellen, dass der Staat nicht zu spät kommen darf, denn das bedeutet, das Vertrauen der Menschen zu verlieren.“ Hilfszentren werden die Nutzer proaktiv kontaktieren, um Termine zu vereinbaren.
Sollte ein Zentrum die Versorgung nicht gewährleisten können, werden die Patienten an einen anderen von Fonasa zugelassenen Anbieter überwiesen. Die Ministerin empfahl, bei ausbleibender Kontaktaufnahme in den kommenden Wochen Salud Responde anzurufen.