Präsident Gustavo Petro bezeichnete die Anordnung des Verwaltungsgerichts von Bolívar, die unter staatlicher Aufsicht stehende EPS Coosalud an ihren gesetzlichen Vertreter zurückzugeben, als eine „Fehlentscheidung“. In einem Beitrag auf X kritisierte Petro das Urteil unter Verweis auf Korruption bei der Verwendung öffentlicher Gelder. Die Aufsichtsbehörde für Solidarwirtschaft erklärte, dass für die Übergabe ein formelles Verfahren erforderlich sei.
Präsident Gustavo Petro kritisierte scharf die Anordnung des Verwaltungsgerichts von Bolívar, die unter Aufsicht stehende EPS Coosalud an ihren gesetzlichen Vertreter Jaime González zurückzugeben. In einem Beitrag auf X erklärte Petro: „Dies ist eine völlige Fehlentscheidung des Verwaltungsgerichts von Bolívar. Die Justiz darf nicht vor Geld oder korrupten mächtigen Einzelpersonen in die Knie gehen.“ Die Aufsichtsbehörde für Solidarwirtschaft, María José Navarro, sagte, dass die Anordnung ein ordnungsgemäßes Verfahren erfordere, da derzeit ein Team die EPS verwalte, um den Betrieb und die Dienstleistungen für die Versicherten sicherzustellen. Sie merkte an, dass Coosalud einer Genossenschaft mit etwa 5.000 Mitgliedern gehört und dass die Behörden ein mutmaßliches System zur Veruntreuung öffentlicher Gelder aufgedeckt haben. Zu den Unregelmäßigkeiten gehört, dass González einen Kredit in Höhe von 221 Milliarden Pesos sicherte, indem er EPS-Ressourcen als Sicherheit verwendete, was untersagt ist. Die Banco GNB Sudameris belastete Konten und beschlagnahmte Vermögenswerte, wobei 120 Milliarden Pesos über Verrechnungsschecks an Dritte abflossen. Alle Erkenntnisse wurden der Generalstaatsanwaltschaft gemeldet. Petro betonte, dass Coosalud den Arbeitnehmern gehöre und nicht González, und ordnete Maßnahmen zum Schutz des Unternehmens an. Er äußerte sich auch zur Savia Salud EPS und bekräftigte die Pläne zur Kapitalisierung der Nueva EPS, wobei lokale und nationale Regierungen bei der Begleichung von Schulden gegenüber Krankenhäusern und Leistungserbringern helfen sollen.